Am Ende hatte Nadine Berneis, Polizistin aus Stuttgart, bei der Miss Germany-Wahl am Samstagabend im Europapark Rust die Nase vorn. Die Miss Baden-Württemberg setzte sich gegen 15 Kandidatinnen durch und darf sich nun neben dem begehrten Titel über ein Auto für ihr Amtsjahr, Sachpreise, Reisen sowie diverse PR-Termine im In- und Ausland freuen.

„Es hat viel Spaß gemacht“

Eine sehr gute Figur im südbadischen Rust bei Freiburg machte jedoch auch die amtierende Miss Brandenburg Marie-Charlott Köhler. Die 20-Jährige aus Cottbus schaffte es zwar nicht ganz aufs Siegertreppchen. Dennoch war die Radio-Journalistin, die beim Lokalsender 94,5 Radio Cottbus arbeitet, mit dem Verlauf des Glamour-Events keineswegs unzufrieden.

„Es hat viel Spaß gemacht. Insgesamt war das einfach eine tolle Erfahrung. Klar ist man im ersten Moment enttäuscht. Jede will gewinnen und unter die Top acht hätte ich es gerne geschafft. Emotional war das schon. Aber es bleibt das super Gefühl, es soweit geschafft zu haben. Es war mir eine Ehre mein Bundesland in diesem Finale zu vertreten“, sagte die bildhübsche junge Frau aus der Niederlausitz.

Gute Figur gemacht

Zuvor hatte sie sich in Abendgarderobe, bei der Choreographie und der Video-Vorstellung dem Publikum und der Promi-Jury präsentiert. Zum ersten Mal gab es bei dem traditionsreichen Schönheitswettbewerb keine Bikini-Runde. Die Persönlichkeit der Teilnehmerinnen sollte dafür mehr in den Fokus gerückt werden, wie die beiden Moderatoren des Abends, Laura Wontorra und Alexander Mazza, betonten.

CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, Pop-Sternchen Sarah Lombardi, Beauty-Stylist Boris Entrup und die britische Tänzerin und Choreographin Nikeata Thompson in der Jury nahmen die jungen Damen auf dem Laufsteg genauer unter die Lupe.

„Das war eine prima Vorbereitung“

In einem „Beauty Camp“ auf Fuerteventura wurden die 16 jungen Frauen auf den Wettbewerb, der bereits seit 1927 veranstaltet wird, intensiv vorbereitet. Laufen, Posen, Knigge-Kurs, Shootings, Make-Up, Pressetraining oder Choreographie standen während der zehn Tage auf dem Programm.

Angeleitet wurden die Landessiegerinnen von Benimm-Trainerin Ines Klemmer von der Miss Germany Corporation. Für das stilsichere Auftreten auf dem Catwalk war die britische Tänzerin und Choreographin Nikeata Thompson verantwortlich. „Das war eine prima Vorbereitung, ich habe zweifellos sehr viel gelernt. Unter anderem das Persönlichkeitstraining war richtig gut“, betonte die Cottbuserin mit den graugrünen Augen, die in ihrer Freizeit gerne Moderationsseminare besucht und bei Foto-Shootings gerne vor der Kamera agiert, wie sie sie in der Video-Vorstellung dem Publikum verriet.

„Kein Zickenkrieg“

Man solle immer das Beste aus jeder Situation herausholen und jeden Moment genießen, umriss die Hörfunk-Journalistin mit abgeschlossenem Volontariat ihre Lebenseinstellung. Dem viel zitierten Zickenkrieg hinter den Kulissen eines Schönheitswettbewerbs erteilte die amtierende Miss Brandenburg eine deutliche Absage. „Wir haben uns alle sehr gut verstanden. Das war ein echt gutes Feeling, gezickt wurde eigentlich gar nicht“, meinte die charmante junge Frau, die von Mama, Papa, Oma, Opa, ihrem Freund und zwei Freundinnen zur Miss-Germany-Wahl ins Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und der Schweiz begleitet wurde.

Im Vorfeld der Wahl hatten sich rund 9500 Schönheiten im Alter von 16 bis 29 Jahren in mehr als 100 Vorentscheiden bei den Landeswahlen in der gesamten Republik Hoffnung auf die Krone gemacht.

Am Ende: Party

Aber nachdem der erste Stress nach dem Grande Finale vergangene Samstagnacht abgefallen war, war erst einmal Party angesagt. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen enterte Marie-Charlott Köhler die After-Show-Party im glamourösen Ambiente des Clubs im Europapark. Und im Party-Trubel der Nacht und im Blitzlichtgewitter der Fotografen auf dem Dancefloor war ohnehin egal, wer es ganz nach oben auf den Thron geschafft hat.

Die 16 Kandidatinnen mit ihren Siegerbändern aus den Ländern.

Bildergalerie Die 16 Kandidatinnen mit ihren Siegerbändern aus den Ländern.