Doch Beistand bekommt er von der Verbraucherzentrale.

Die Acoreus AG mit Sitz in Düsseldorf hat ihm im Oktober 2010 eine Mahnung geschickt. 4,10 Euro soll Klaus Pototschnik zahlen. Begründung: “Sie haben Call-by-Call-, Internet-by-Call-Verbindungen oder Auskunfts- und Mehrwertdienste von Drittanbietern genutzt, die auf Ihrer Rechnung Ihres Anschlussanbieters abgerechnet wurden.„

Klaus Pototschnik schüttelt den Kopf. “Ich habe überhaupt nichts Derartiges genutzt.„ Also ignorierte er auch ein weiteres Schreiben vom November, in dem sich die Forderung des Unternehmens bereits auf 25,10 Euro addierte. Dennoch ließ ihn eine Frage nicht los: “Wie kommen die überhaupt dazu, von mir Geld zu verlangen?„

Eine Frage, die auch die Verbraucherzentrale nicht beantworten kann. Doch einen Rat gibt Sabine Klauke-Fritschka, die bereits mehrmal mit Anrufern zu tun hatte, denen solche Schreiben zugegangen waren. “Bei diesen Inkassoschreiben sollte man zumindest einmal schriftlichen Widerspruch einlegen, insofern man sich sicher ist, entsprechende Dienste nicht genutzt zu haben„, sagt sie. Auf diese Weise könnten Betroffene einen negativen Schufa-Eintrag verhindern. “Oft sind die Forderungen auch schon verjährt, wie in diesem Fall, bei dem vermeintliche Leistungen aus den Jahren 2005 und 2007 in Rechnung gestellt wurden„, erläutert Sabine Klauke-Fritschka.