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| 07:01 Uhr

Cottbus
Der Traum vom Hundespielplatz 

Sachsendorfer wollen einen neuen Treffpunkt für Vierbeiner und Zweibeiner schaffen. Von Andrea Hilscher

Götz Großmann träum seit 20 Jahren einen großen Traum. Hundewiesen wünscht er sich, auf denen die geliebten Vierbeiner unangeleint toben können. Besonderes Anliegen ist ihm dabei die Hundewiese in Sachsendorf, die er einzäuneln lassen möchte. Dann könnten die Tiere ungefährdet toben, während ihre Besitzer entspannt zuschauen. Stück für Stück kommt Großmann seinem Traum näher.

Der Sachsendorfer hat sich Unterstützung geholt. Im Stadtteilladen und im Bürgerverein findet er Menschen, die sein Anliegen teilen – oder zumindest die positiven Aspekte einer eingezäunten Hundewiese sehen. Jürgen Krebs vom Vorstand der Bürgervereins ist überzeugt, dass ein Projekt wie der geplante Hundespielplatz den Bürgersinn und das Gemeinschaftsgefühl im Quartier stärken können. „We sich hier einbringt und Verantwortung übernimmt, der gewinnt an Lebensqualität.“

200 Unterschriften zusammen

200 Unterschriften hat Großmann im vergangenen Jahr bereits gesammelt, der Bedarf an einem Freilauf für Hunde scheint also groß. „Ich kenne viele ältere Menschen, die sich einen Hund gekauft haben, um der Einsamkeit zu entkommen“, sagt Großmann. „Für die wäre der Hundespielplatz ein idealer Treffpunkt.“

Vor zwei Jahren war die Zukunft des Auslaufs in Sachsendorf unklar, die umliegenden Häuser an der Schopenhauerstraße wurden abgerissen. Inzwischen stehen Schilder auf dem Areal, die eine – noch uneingezäunte – Hundewiese ausweisen. Für Stadtteilmanager Sven Feldner ein guter Ort. „Er gehört zu den saubersten Flecken in Sachsendorf“, sagt er. Die Hundebesitzer hätten sich in den vergangenen Monaten allgemein sehr diszipliniert. „Probleme mit Hundedreck haben wir kaum noch“, sagt Feldner.

Götz Großmann und seine Mitstreiter wünschen sich jedoch mehr: Auf dem Sachsendorfer Bürgerfest im Juni wollen sie ihre Pläne vorstellen. Neben der Umzäunung wollen sie Bänke und ein paar Tische aufstellen, für die Hunde sollte es auf dem Spielplatz vielfältige Trainingsmöglichkeiten geben. „Ich habe mir aus Köln Bilder schicken lassen, dort haben sie mit einfachen Mitteln Wippen, Röhren und kleine Hindernisse gebaut, an denen Hunde und ihre Besitzer zusammen üben können.“

Extra Verein gründen

Um die Pläne zu realisieren, soll im Sommer ein Verein gegründet werden. Dann, so erklärt Sven Feldner, könne man auch die Aquise von Geldern angehen. „Natürlich brauchen wir Spenden, aber wenn wir eine gewisse Summe an Eigenmitteln haben, dann kann es Förderung aus Programmen der Sozialen Stadt geben.“

Ohne Unterstützung, da ist Götz Großmann sicher, wird es nicht gehen. Allein der Zaun wird bis zu 10 000 Euro kosten. Aufgeben will der Sachsendorfer seinen Traum aber auf keinen Fall. Nach dem Tod seiner alten Mischlingshündin hat er sich wieder einen jungen Hund zugelegt. „Spike soll einmal auf dem Hundespielplatz toben können“, sagt Großmann.

Wer ihm dabei helfen möchte, kann sich unter Tel. 0160/97301168 an den Hundefreund wenden.

  Foto: dogboxstudio/Shutterstock.com
Foto: dogboxstudio/Shutterstock.com FOTO: dogboxstudio/Shutterstock.com