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| 18:21 Uhr

Cottbus
Retter nehmen Parkgrün in Fokus

Cottbus. Nach dem Brandanschlag auf den Branitzer Park wollen Cottbuser spenden.

Die Freiwillige Feuerwehr Branitz war in sechs Minuten vor Ort, als die Pyramide am frühen Abend des 2. März in Flammen stand. Das berichtet Kulturamtsleiter Bernd Warchold während des jüngsten Bildungs- und Kulturausschusses. Demnach wurde das Feuer schnell gelöscht. „Der Vorfall hat aber auch gezeigt, wie fragil der Park ist“, sagt Warchold. Bislang hätten sich die Übungen der Feuerwehr auf die Gebäude im Park konzentriert. „Wir haben uns bisher keine Gedanken über die Pyramide, den Wald oder das Buschwerk gemacht“, ergänzt der Kulturamtsleiter. Das müsse nun ebenfalls in den Fokus rücken.

Das werde auch in das neue Sicherheitskonzept einfließen, das durch die Stiftung in den nächsten Monaten erarbeitet wird. Dabei wird neben der Wiederbelebung der Parkwächter auch eine Umzäunung des Parks in Erwägung gezogen. Der Branitzer Park war Bernd Warchold zufolge bis nach 1945 eingezäunt. Vereinzelte Reste stünden noch am Rand von Dorf Branitz. „Die Erfahrungen mit dem Spreeauenpark zeigen, dass der Zaun Distanz schafft, auch wenn er natürlich überwunden werden kann“, so der Kulturamtsleiter.

Viele Cottbuser sind von dem Brandanschlag auf die Seepyramide erschüttert und wollen helfen. Demnach sind bereits Spenden und Spendenanfragen bei der Stiftung eingegangen. Das bestätigt auch Parkleiter Claudius Wecke. Die entstandenen Schäden an dem kulturhistorischen Denkmal und Grabmal sind jedoch bislang nicht zu beziffern. Die Hoffnung sei allerdings groß, dass der Wein im Frühjahr wieder austreiben wird. Bernd Warchold erklärt: „Die eingehenden Spenden werden zur Pflege der Pyramide eingesetzt.“

Die Seepyramide stand am Freitagabend vergangener Woche in Flammen. Das Feuer wurde nach Erkenntnissen der Ermittler mutwillig gelegt. Dabei sei kein Brandbeschleuniger zum Einsatz gekommen. Drei Seiten des Tumulus brannten und ragen heute kohlrabenschwarz aus dem Wasser. „Die Ermittler haben nur ganz wenige Spuren vor Ort finden können“, erklärt Kulturamtsleiter Warchold.

(pk)