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| 14:49 Uhr

Raumfahrt
Die BTU präsentiert sich auf der ILA

Christoph Egbers pflegt seit Jahren engste Kontakte zur internationalen Luft- und Raumfahrtforschung.
Christoph Egbers pflegt seit Jahren engste Kontakte zur internationalen Luft- und Raumfahrtforschung. FOTO: BTU
Faszinierende Einblicke in das Geschehen im Erdinneren – mit einem kleinen Modell Von Andrea Hilscher

Wer mit Christoph Egbers spricht, der sollte schnell im Denken sein: Wenn der Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Aerodynamik und Strömungslehre spricht, dann springt er von Cottbus fix mal eben in verschiedene europäische Forschungsmetropolen und jongliert mit planetaren Wellen, baroklinen Instabilitäten und rotierenden Flüssigkeiten – vorzugsweise auf Englisch.

Als Egbers zu Beginn des Jahrtausends einen Ruf an die BTU erhielt, hatte er bereits ein imposantes Forschungsprojekt im Gepäck. Mit Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und später der European Space Agency (ESA) sollte er Rätsel der Temperatur- und Strömungsverhältnisse im Erdinneren experimentell aufklären.  Um diese Fragen zu beleuchten, mussten die Forscher sich eine Art Mini-Erde basteln, sie in den Weltraum schießen und dort das Strömungsverhalten unter verschiedensten Bedingungen untersuchen.

Ein Modell dieser Mini-Erde können Besucher an diesem Wochenende in Halle 4 bestaunen. Christoph Egbers: „Wir fühlen uns sehr geehrt, dass das DLR unser Projekt für eine Präsentation auf der ILA ausgewählt hat.“ Insgesamt schafften es die kleine Erde und ihr Nachfolgemodell – Geoflow I und II genannt – über viele Jahre hinweg im All immer neue Forscherfragen beantworten zu helfen. Jetzt planen die Forscher um Christoph Egbers das nächste Projekt: Mit Atmoflow sollen ab 2022 die komplexen Strömungen in der Erdatmosphäre untersucht werden.

Daneben ist die BTU mit weiteren Lehrstühlen auf der ILA präsent: In Halle 3 präsentiert das Institut für Verkehrstechnik am Stand 403g mehrere seiner Entwicklungen.