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| 17:33 Uhr

Cottbus
Wirtschaftsförderer schärfen Profil

Cottbus. Das neue Team der Cottbuser Wirtschaftsfördergesellschaft betreut 55 Projekte. Von Peggy Kompalla

Die neu aufgestellte Cottbuser Wirtschaftsfördergesellschaft EGC hat ihre Arbeit aufgenommen. Darüber informierte Geschäftsführerin Tina Reiche in der vergangenen Woche das Stadtparlament. Demnach schärfen die fünf Mitarbeiter das Profil der Gesellschaft. Gleichzeitig räumte die Chefin mit dem häufig von der Lokalpolitik geforderten Neuausrichtung auf. „Wir räumen die Missstände der Vergangenheit auf“, sagte sie ohne in ihrem Bericht genauer darauf einzugehen. Demnach müsse sich die Arbeit der Wirtschaftsförderer weiterhin auf die Bestandspflege, das Gewerbegebietsmanagement, die Akquise und die Fachkräftesicherung konzentrieren.

Die EGC betreut in der Stadt nach Angaben von Tina Reiche rund 2900 Unternehmen mit 45 000 Beschäftigten. Wobei 65 Prozent der Betriebe nur ein bis fünf Mitarbeiter zählten. Das junge Wirtschaftsförderer-Team plane in den nächsten Monaten rund 300 Unternehmensbesuche. Die Arbeit des neuen Teams werde bereits wahrgenommen. „Wir verzeichnen vermehrte Anfragen“, betonte die Chefin. Die Gesellschaft betreut demnach derzeit 55 Projekte.

In puncto Gewerbegebieten befinde sich Cottbus in einer komfortablen Situation, so Tina Reiche. Die EGC stelle derzeit aussagekräftige Portfolios der einzelnen Standorte zusammen. Bei der Weiterentwicklung müssten zwei Dinge Vorrang haben: der Ausbau der Infrastruktur und des Breitbands sowie die Beseitigung von wildem Aufwuchs auf den hergerichteten Flächen.

Ausgerechnet das größte Gewerbegebiet bereitet offenkundig noch einiges Kopfzerbrechen und wird in Zukunft Entscheidungen von Verwaltung und Politik abfordern. Für den TIP ist der Bebauungsplan derzeit in Arbeit. „In dem Zusammenhang sind auf der Fläche naturschutzfachliche Maßnahmen notwendig“, sagte Tina Reiche und ergänzte: „Nach unseren Schätzungen belaufen die sich auf vier Millionen Euro.“ Unabhängig vom Gesamtvorhaben würden aber mindestens Investitionen von rund 320 000 Euro fällig, um überhaupt Ansiedlungsbegehren bedienen zu können. Darüber hinaus sei die Lage des TIP im Norden ohne eine Autobahnanbindung von Nachteil.