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Cottbuser Verwaltungsgebäude gelten jetzt offiziell als barrierefrei

Sven Hoffmann (Vorstand IvBC), Irena Wawrzyniak (Behindertenbeauftragte), Eike Bub (Mitglied IvBC), Bernd Gursch (Vorstand IvBC) und Christine Napp (Stadt) haben das Signet verliehen.
Sven Hoffmann (Vorstand IvBC), Irena Wawrzyniak (Behindertenbeauftragte), Eike Bub (Mitglied IvBC), Bernd Gursch (Vorstand IvBC) und Christine Napp (Stadt) haben das Signet verliehen. FOTO: IvBC
Cottbus. Die vier Cottbuser Verwaltungsgebäude Rathaus, Technisches Rathaus, Dienstleistungsturm und Fachbereich Soziales dürfen sich ab sofort offiziell als barrierefrei bezeichnen. Sie wurden in das Leitsystem Barrierefreies Cottbus aufgenommen. Sven Hering

Darüber informiert der Verein Interessenvertretung Barrierefreies Cottbus (IvBC).

Als Zeichen dafür, dass die Gebäude von Menschen mit Behinderung gut zu nutzen sind, wurden vom Verein gestaltete Signets mit den erfüllten Kriterien an den jeweiligen Haupteingängen aufgeklebt. Sven Hoffmann vom Verein: "Das Cottbuser Rathaus sowie das Technische Rathaus erfüllen dabei sogar alle vier Kriterien des Signets. Das sind Mobilität, Verstehen, Sehen und Hören." Im Vorfeld seien die Einrichtungen auf ihre barrierefreie Nutzbarkeit überprüft worden.

Mitte des Jahres hatte die Interessenvertretung mit dem Leitsystem begonnen. Damals war die Cottbuser Straßenbahn mit dem Siegel Barrierefreiheit versehen worden. "In der Stadt gibt es mehr als 800 barrierefreie Einzelobjekte", erklärt Sven Hoffmann.

Das klingt viel. Trotzdem gebe es noch immer Barrieren in der Stadt, die ein gleichberechtigtes Miteinander im öffentlichen Raum behindern. Deshalb hat der Verein das Projekt "Barrieren melden!" ins Leben gerufen. Auf der Internetseite können unter www.ivbc.info Problemstellen gemeldet werden. Der IvBC berichtet den verantwortlichen Stellen die Barrieren und kümmert sich mit um deren Beseitigung. Die Arbeit der Interessenvertretung ist Hoffmann zufolge wichtig. Laut aktueller Statistik haben in Cottbus derzeit rund 16 Prozent der Einwohner eine Behinderung.