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| 17:34 Uhr

Brandenburger Designpreis
Der Ring wird eckig

 Die Cottbuser Manufaktur leuchtstoff* ist für den Entwurf der Leuchte TheX für den Brandenburger Designpreis 2019 nominiert. Noch ist der Preis nicht vergeben. Derweil hängt das Sechseck in mehreren Variationen im Treppenhaus des Katastrophenschutzzentrums Luckau.
Die Cottbuser Manufaktur leuchtstoff* ist für den Entwurf der Leuchte TheX für den Brandenburger Designpreis 2019 nominiert. Noch ist der Preis nicht vergeben. Derweil hängt das Sechseck in mehreren Variationen im Treppenhaus des Katastrophenschutzzentrums Luckau. FOTO: Leuchtstoff* / Stefan Bremer
Cottbus. Das Cottbuser Unternehmen leuchtstoff* ist für den Brandenburger Designpreis nominiert. Für Chef Stefan Restemeier ist das bereits der zweite Auftritt. Von Peggy Kompalla

Der Lichtdesigner Stefan Restemeier ist mit seiner neuesten Kreation für den Brandenburger Designpreis nominiert. Die Leuchte TheX entspricht einer Weiterentwicklung seines Erfolgs-Entwurfs TheO. Die Ringleuchte erinnert an einen Heiligenschein, brachte ihm seinen ersten Auftritt bei dem landesweiten Wettbewerb ein und volle Auftragsbücher für seine Manufaktur leuchtstoff*. Das Sechseck soll dem in nichts nachstehen.

In seiner Büro-Werkstatt in der Wernerstraße dominieren die Ringe. Sie hängen in verschiedenen Größen an der Wand. Die Hülsen und ihr Innenleben stehen in Kartons. Ein Hexagon – ein Sechseck – sticht hervor. Es ist der Prototyp von TheX. Stefan Restemeier schaut von seinem Bürostuhl auf zur gegenüberliegenden Wand. „Ich habe dem Runden Ecken gegeben“, sagt er schlicht und schiebt nach: „Weil das der aktuellen Formsprache entspricht.“

Vom Fortschritt profitieren

Dabei profitiere die Leuchte mit den Ecken vom Fortschritt. „Sie ist mit der neuesten LED-Technik ausgestattet. Sie bringt es bei doppelter Leuchtintensität gerade einmal auf den halben Energieverbrauch gegenüber den ersten Leuchten, die wir produziert haben.“ Die Entwicklung des Sechsecks habe etwa ein halbes Jahr gedauert. Das ist fast ein Jahr weniger, als Entwurf und Produktion von TheO in Anspruch nahmen. Viele Probleme waren schließlich schon gelöst. Wie etwa der schmale Plastik-Aufsatz für den oberen Abschluss der Leuchte. „In der ersten Version hat er einen dunklen Streifen geworfen.“ Die Lösung war knifflig und ist Teil des besonderen Lichterlebnisses der Leuchten aus der Cottbuser Lichtmanufaktur.

 Der Lichtdesigner Stefan Restemeier testet seine Erfolgsleuchte TheO auf Wasserfestigkeit in der Lagune.
Der Lichtdesigner Stefan Restemeier testet seine Erfolgsleuchte TheO auf Wasserfestigkeit in der Lagune. FOTO: Leuchtstoff* / Alex Schirmer

Das pure Lichterlebnis

Tatsächlich zeichnet die Objekte im Gegensatz zur Konkurrenz das pure Lichterlebnis aus. Sie leuchten nach drei Seiten. Es gibt keine Verkleidung, hinter der die Technik versteckt wird oder Stöße, an denen das Material zusammengesetzt wurde. Das ist der Anspruch von Stefan Restemeier. „Es ist interessant zu sehen, wie das andere machen. Aber ich will es so reduziert wie nur möglich haben.“ Das macht Eindruck bei der Jury des Brandenburger Designpreises, die die neue Cottbuser Leuchte nominiert hat. Ob der Entwurf ganz groß rauskommt, wird sich am 11. Juni zeigen. Am kommenden Dienstag findet im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam die Preisverleihung statt.

Stefan Restemeier kennt das Tamtam von 2015, als er das erste Mal bei dem Designpreis antrat. Er ist trotzdem aufgeregt. „Es ist schon was, nominiert zu werden.“ Auch wenn er vor vier Jahren nicht gewonnen hat, so brachte ihm allein der Auftritt auf der Plattform viel Aufmerksamkeit. Das setzt sich bis heute fort. Die Ringleuchte TheO hängt in Kirchen und könnte sogar Teil des Corporate Designs einer Schweizer Bank werden. Eine Filiale haben die Cottbuser Lichtwerker bereits ausgestattet, und demnächst hängen die Ringleuchten in Basel und Zürich als Hofbeleuchtung. „Dafür haben wir extra eine wasserdichte Outdoor-Variante entwickelt.“ Die gibt es auf Wunsch auch für TheX.