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Cottbuser unter den erfolgreichsten Schülerlotsen

Auch Entfernung und Geschwindigkeit von Autos mussten die Lotsen richtig einschätzen.
Auch Entfernung und Geschwindigkeit von Autos mussten die Lotsen richtig einschätzen. FOTO: Martina Arlt
Spremberg. Vergleich der Schülerlotsen aus Brandenburg am Tag der Verkehrssicherheit: Schüler aus Spremberg und Cottbus belegen Plätze eins und drei. Martina Arlt

"Großer Bahnhof" war am Samstag in der ASF-Grundschule "Lausitzer Haus des Lernens" in Spremberg angesagt. Denn die besten 25 Schülerlotsen aus dem Land Brandenburg stellten sich dem direkten Vergleich. Der Termin war mit Bedacht gewählt: Samstag war auch der bundesweite Tag der Verkehrssicherheit.

An der Spremberger Schule des Albert-Schweitzer-Familienwerks gibt es zehn aktive Schülerlotsen. Zwei von ihnen, Emma Gens und Maximilian Buschmann, nahmen in diesem Jahr an dem Wettbewerb teil. Die Fünft- und Sechstklässler sorgen täglich für mehr Sicherheit vor den Schulen.

Bei Irina Günther von der Landesverkehrswacht liefen alle Fäden für einen reibungslosen Ablauf zusammen. Unterstützt wurden die Spremberger bei der Ausrichtung des Wettbewerbs auch von der Verkehrswacht Brandenburg, der Polizei, der Freiwilligenagentur Spremberg sowie von MC Spremberg, DRK und weiteren Helfern. Um die fünf Kategorien durchführen zu können, wurde auch ein Teil der Gartenstraße gesperrt, erklärte Schulleiterin Angelika Weis.

Überraschend ging in diesem Jahr der Siegerpokal wieder nach Spremberg. So belegte Platz 1 Maximilian Buschmann aus Spremberg (133 Punkte), gefolgt auf Platz 2 von Finnja-Lisann Nix aus der Stadt Brandenburg (112 Punkte) und Marc Schuster aus Cottbus (111 Punkte).

Damit wird Spremberg auch im nächsten Jahr wieder Ausrichter der Landesmeisterschaft der Schülerlotsen. Denn schon im vergangenen Jahr hatte mit Sophie Najork eine Spremberger Schülerin den ersten Platz geschafft.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Besonders engagiert sich Daniela Schneider an der Schule Haus des Lernens für die Schülerlotsenausbildung. Sie betreut die Mädchen und Jungen in der Arbeitsgruppe Schülerlotsen.

Neben Maximilian Buschmann stellte sich auch Emma Gens als zweite Starterin der Spremberger Schule dem Wettbewerb: "Ich fand es schon immer toll, wie sich die größeren Schülerlotsen dafür engagierten. Das wollte ich einfach einmal selbst ausprobieren. Ich bin seit 2016 dabei. Ich bin meist mit Nadira zusammen und sorge für einen sicheren Schulweg. Doch heute bin ich schon vor diesem Wettbewerb aufgeregt", sagte die Elfjährige.

Vorjahressiegerin Sophie Najork dagegen sah die ganze Sache sehr gelassen: "Ein- bis zweimal wöchentlich stand ich als Schülerlotse am Straßenrand. Ich sehe es als eine sehr notwendige Aufgabe an, denn die Schulwegsicherung ist ein ganz wichtiger Aspekt. Über meinen Pokal 2016 habe ich mich sehr gefreut."

Zu den Aufgaben der Schülerlotsen im Wettbewerb am Samstag gehörte es, die Geschwindigkeit von herannahenden Fahrzeugen sowie Entfernungen richtig einzuschätzen, einen Wissenstests bestmöglich zu bestehen und Erste Hilfe zu leisten. Für die Einsatzbereitschaft als Schülerlotse erhielt jeder Teilnehmer einen Geschenkbeutel, gefüllt mit kleinen Präsenten. Darunter waren ein Schokoladentaler mit Spremberger Wappen und Broschüren zur Region.

Im Land Brandenburg werden jedes Jahr mehr als 250 Schülerlotsen ausgebildet und eingesetzt. Ihre Arbeit wurde am Samstag von Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD), Landesverkehrswacht-Präsident Rainer Genilke sowie Frank Kulik von der Spremberger Stadtverwaltung gewürdigt. Für interessierte Gäste übernahm Hagen Rittel als Nachtwächter Kulke gern eine Führung durch die Stadt. Nach der Siegerehrung fand mit der Exkursion zum Spremberger Regionalverband des Naturschutzbundes der Spremberger Wettbewerb einen würdigen Abschluss.