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| 01:07 Uhr

Cottbuser Turnhallen-Schmuckstück

Als Bauensemble aus einem Guss präsentiert sich die heute wieder eröffnete Turnhalle in der Jahnstraße. Außen erstrahlt der L-förmige Ziegelbau wieder in altem Glanz. Innen präsentiert sich der Komplex modern und funktional. Foto: R. Ufer

Die Halle entspricht bis auf einige Details einem Neubau. Das Nebengebäude beherbergt Umkleide- und Sanitärräume und einen Gymnastikraum. Der neue Verbindungsteil passt sich dem denkmalgeschützten Haus an.
„Zuerst waren umfangreiche Recherchen zur Baugeschichte und früheren Nutzung der Gebäudeteile und deren Aussehen nötig“ , sagte Architekt Ulrich Sasse. „Dafür wurden Dokumente aus dem Stadtarchiv und dem Stadtmuseum, die Cottbuser Denkmaltopografie und andere Quellen ausgewertet. Auch ältere Bürger beteiligten sich. So machte ein gebürtiger Cottbuser, der jetzt in Essen lebt, auf einen Fehler aufmerksam.“
Die Halle war in zwei Abschnitten 1873 und 1889 entstanden. Das Nebengebäude stammt etwa aus der gleichen Zeit und wurde für verschiedene Zwecke genutzt, zuletzt vom Roten Kreuz. Alles wurde, in ständiger Absprache mit der Denkmalpflege liebevoll wieder hergestellt. Auch die wahrscheinlich in den 60er-.Jahren entfernte Uhr erhielt eine Nachfolgerin. Das jedes Detail stimmt, war für Ulrich Sasse Ehrensache, schließlich ist der Architekt Vorsitzender des Denkmalbeirates. Genutzt wird die Halle für den Sportunterricht der Erich-Kästner-Grundschule und des Oberstufenzentrums. Auch Radballspieler und Kunstradfahrer kehren in ihr angestammtes Domizil zurück. Es steht auch weiteren Freizeitsportaktivitäten offen. (ru)