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Cottbuser Turbokreisel gibt Rätsel auf

Gleich drei Schilder weisen auf den Turbokreisel hin.
Gleich drei Schilder weisen auf den Turbokreisel hin. FOTO: S. Hering
Cottbus. Es ist praktisch der letzte Versuch: Mit grüner Farbe hat die Stadt vor wenigen Tagen den Turbokreisel auf dem Stadtring zusätzlich markiert. Die Aktion soll dazu dienen, die Unfallzahlen zu drücken. Sven Hering

Denn im Kreisel kracht es nach Meinung der Experten viel zu oft.

16 Unfälle sind laut Manuel Helbig von der Straßenverkehrsbehörde im vergangenen Jahr am Kreisel gezählt worden. In diesem Jahr ist diese Marke bereits jetzt erreicht. "Wir rätseln, warum sich gerade hier die Unfälle häufen", so Helbig. Dabei wurden bereits mehrere Vorwegweiser angebracht und diese noch versetzt, damit die Autofahrer sich rechtzeitig vor dem Kreisel einordnen können. Doch selbst die drei großen Schilder haben nicht geholfen. Hauptunfallursache ist laut Helbig der Wechsel der Fahrspur innerhalb des Kreisels. Und eines hat die Verkehrsexperten überrascht: Unfallverursacher sind in der Regel Autofahrer aus Cottbus.

Dabei ist das Prinzip des Kreisels nicht wirklich kompliziert. Selbst wer sich falsch einordnet, erreicht nach einer Runde wieder die gewünschte Ausfahrt. In den Niederlanden, wo es vor allem ähnliche Kreisel gibt, seien diese bei den Unfallstatistiken völlig unauffällig, so Helbig.

Vielleicht sei aber auch einfach der Name ein wenig irreführend. Helbig: "Turbokreisel leitet sich von der Gestaltung ab: Es geht um die Turbinenform. Es bedeutet nicht, den Kreisel so schnell wie möglich zu passieren."