Das bestätigt Tierparkdirektor Jens Kämmerling. Mit Tiger Turan starb im Jahr 1997 der letzte Vertreter dieser Spezies im Tierpark. Der sibirische Tiger litt an Altersschwäche. Er wurde 18 Jahre alt.

"Bevor wir uns Gedanken über neue Tiere machen, wollen wir aber das Raubtierhaus in Ordnung bringen", betont Kämmerling. Die Zeichen dafür stehen inzwischen sehr gut. Laut Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) sind während der jüngsten Sitzung des deutsch-polnischen Begleitausschusses die beantragten Fördermittel für das Vorhaben bewilligt worden. Rund eine Million Euro gibt es aus dem Interreg-Programm für den Tierpark. Gefördert werden über Interreg Projekte zur Stärkung des wirtschaftlichen, sozialen und räumlichen Zusammenhalts in Europa.

"Unsere Vorplanung ist fertig, jetzt warten wir darauf, dass alle erforderlichen Unterschriften gesammelt sind", sagt Jens Kämmerling. Weil dies durchaus noch ein paar Monate dauern könnte, will sich der Tierparkdirektor noch nicht festlegen, wann Sanierung und Anbau in dem Gebäude aus den 60er-Jahren starten. "Wenn es nach uns geht, könnten wir schon 2012 loslegen", so Kämmerling. Das Interreg-Programm ist bis zum Jahr 2013 angelegt. Das bedeutet, bis dann müssen die genehmigten Vorhaben auch umgesetzt werden.

Nachdem die finanziellen Fragen abschließend geklärt sind und das neue Domizil gebaut ist, will sich der Tierpark um die neuen Tiere kümmern. "Wir wollen ein Männchen und bis zu zwei Weibchen anschaffen", sagt Jens Kämmerling. Ziel sei es, in Cottbus eine Tigerzucht zu etablieren. Deshalb wird das Gehege für die Tiere so großzügig bemessen sein, dass auch der Tigernachwuchs genügend Platz findet.