ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:23 Uhr

Spendenaktion in Cottbus
Das Hundehaus ist das letzte Puzzleteil

Der Herbststurm Xavier hat im Tierheim Bäume entwurzelt und großen Schaden angerichtet.
Der Herbststurm Xavier hat im Tierheim Bäume entwurzelt und großen Schaden angerichtet. FOTO: LR
Cottbus. Das Cottbuser Tierheim bietet seinen Bewohnern immer bessere Bedingungen / Spendenaktion für den letzten Bauabschnitt

Im Cottbuser Tierheim hat sich in den letzten Jahren ein Wandel vollzogen. „Wir haben einen großen Schritt nach vorn gemacht“, stellt Vereinsvorsitzender Lutz Linke fest. Ziel des Tierschutzvereins Cottbus  sei es, die Bedingungen für die Tierschutzplakette des Deutschen Tierschutzbundes vollständig zu erfüllen. Bis dahin  fehlt noch ein entscheidender Schritt. Neben Sanierung und Modernisierung der durch den Herbststurm Xavier stark beschädigten Hundezwingeranlage geht es um den Neubau eines Hundehauses für kleinere, an Wohnungen gewöhnte Hunde. Derzeit sind die Kapazitäten hier sehr begrenzt.

Doch das soll sich bald ändern.  „Die Projektierung ist schon fertig“, berichtet der Tierheimchef. Doch die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Die Baukosten für das Hundehaus liegen nach Vereinsangaben bei rund 100 000 Euro. Die Zwingeranlage wird voraussichtlich 25 000 Euro kosten. „Einen großen Teil müssen wir als Eigenmittel aufbringen“, stellt Lutz Linke fest. Deshalb steht das Vorhaben unter anderem im Mittelpunkt der diesjährigen österlichen Spendenaktion im Kaufland an der Sielower Landstraße. Doch selbst bei großer Spendenbereitschaft der Cottbuser ist das Vorhaben nur mit Unterstützung des Landes Brandenburg zu realisieren.  Nachdem ein erster Fördermittelantrag kürzlich abgelehnt wurde, will sich der Verein weiter dafür einsetzen.

Die Anlage zwischen Stadtring und Großem Spreewehr beherbergt laut Jacqueline Wiesel, die im Tierheim für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, derzeit rund 200 Tiere, darunter 35 Hunde, vier Meerschweinchen, vier Nymphensittiche, drei Leopardengeckos, zwei Wellensittiche, zwei Hasen und eine weiße Maus. Rund 160 Katzen bilden die größte Bewohnergruppe.

Für diese Tiergruppe ist in den letzten Jahren eine neue Katzenquarantäne entstanden. Eine Hundequarantäne war das nächste Großprojekt. Kurz vor Weihnachten 2016 konnte ein Katzenpark mit Katzenhaus eingeweiht werden. Die Bepflanzung des Areals folgte im Jahr 2017. Auch die Heizungsanlage ist im vorigen Jahr rekonstruiert wurden. Zudem wurden das Hauptgebäude modernisiert, die Katzenquarantäne mit einer neuen Heizung ausgestattet und für eine effizientere Energieversorgung eine Solaranlage installiert.

All diese Bereiche befänden sich „auf einem vernünftigen Standard“, betont der Tierheimchef. Es fehlen lediglich noch die letzten beiden Puzzleteile.  „Dann verfügt Cottbus über ein modernes Tierheim, das sich mit anderen Einrichtungen dieser Art in Deutschland messen kann“, sagt Jacqueline Wiesel.

Der alte Hundezwinger ist zu klein und stark beschädigt. Die neue Anlage, die für Tiere mit einer Schulterhöhe ab 40 Zentimeter gedacht ist, soll eine Grundfläche von 25 mal 6 Metern haben und über großzügige Ausläufe verfügen. In dem ebenfalls 25 Meter langen massiven Hundehaus sollen neben kleineren Hunden auch kranke und frisch operierte Tiere aufgenommen werden. Wann der Bau beginnt? Für den Vorsitzenden und seine Mitstreiter steht fest: „Sobald wir grünes Licht für Fördermittel bekommen.“

Bella aus dem Tierheim Cottbus
Bella aus dem Tierheim Cottbus FOTO: Tierheim Cottbus
(ue)