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| 02:33 Uhr

Cottbuser Tanztag bringt Schwung in die Stadt

Die Tanzgruppe Najeeba von der Lila Villa begeisterte das Publikum in der Lausitz Arena mit ihrer sehr temperamentvollen orientalischen Bauchtanzdarbietung.
Die Tanzgruppe Najeeba von der Lila Villa begeisterte das Publikum in der Lausitz Arena mit ihrer sehr temperamentvollen orientalischen Bauchtanzdarbietung. FOTO: rur1
Cottbus. Mehr als 1000 Menschen haben sich am Samstag am ersten Cottbuser Move & Dance Day beteiligt. In der Lausitz Arena boten ein großes Showprogramm und viele Workshops die Chance, seinen Tanzstil zu finden und trainieren. Ronald Ufer / rur1

"Natürlich führen wir diese Veranstaltung weiter", sagte Tobias Schick schon nach der Halbzeit mit Nachdruck. Der Geschäftsführer des Cottbuser Stadtsportbundes Cottbus erklärte: "Wir wollen künftig dazu alle zwei Jahre einladen. Wenn es die Vereine unbedingt wollen, auch jährlich. Aber dann müssen wir gemeinsam sehen, wie der Aufwand zu bewältigen ist."

Wer den Spaß der vielen Mitwirkenden von Vereinen und Tanzschulen erlebte, konnte sich vorstellen, dass diese nicht bis 2016 warten wollen, ihr Können wieder einem so großen Publikum zu zeigen. Und auch die Zuschauer von Kindern bis zu Senioren waren begeistert. "Solch ein tolles und breit gefächertes Tanzprogramm habe ich in Cottbus noch nie gesehen", sagte Helga Lange. "Bei einigen Darbietungen wusste ich noch nicht einmal, dass es sie in Cottbus gibt."

Wer durch die große Arena und die kleineren Übungsräume ging, konnte neben den Auftritten Übungsstunden von Tanzfreunden aller Altersgruppen erleben. Viele hatten einschlägige Erfahrungen aus Vereinen und Klubs. Ungeübte frischten bei Workshops ihr Können auf, fanden wieder Spaß an Walzer und Polka. Dabei entstanden auch ungewöhnliche Kombinationen.

So trainierten Aktive des Tanzsportclubs TSC Lausitz gemeinsam mit Paaren des Volkstanzkreises "Alte Liebe". Nach einer Aufwärmphase zu klassischen Melodien wurde dann etwas Neues geprobt. Cha-Cha-Cha-Rhythmen klangen durch den Raum und brachten alle Akteure rasch ins Schwitzen. Nach einigen Minuten klappten die ungewohnten Schrittkombinationen immer besser.

"Es hat uns viel Spaß gemacht, etwas anderes auszuprobieren. Der Move & Dance Day ist eine gute Idee", freute sich Jutta Niedergesäß vom Volkstanzkreis. "Für die Fortsetzung wünsche ich mir allerdings eine Veränderung. In das durchgehende Programm in der großen Arena sollten Pausen eingebaut werden, damit mehr Besucher aktiv werden, in die Workshops zum Zuschauen und Mitmachen kommen."

"Unser Sport bietet etwas für alle Generationen", sagte Peter Scharf vom TSC Lausitz. "Es gibt Musik und Tänze für jeden Geschmack. Fast alles, was man dafür braucht, ist schnell bei der Hand." Das passt bestens zum Motto der Veranstaltung "Jeder kann tanzen". Scharf fügte an: "Studien, aber auch unsere Erfahrungen, zeigen, dass Tanzen nicht nur körperlich fit hält. Die nötige Konzentration, um zu führen oder geführt zu werden, Rhythmus und Schrittfolgen einzuhalten, verbessern das Koordinierungsvermögen und halten den Kopf jung und in Schwung." Der Club sieht Veranstaltungen wie den Tag in der Lausitz Arena als gute Chance, dringend nötigen Nachwuchs zu gewinnen.

Karnevalisten, Line Dancer, Zumbafreunde, der Jazz Dance Club und Cheerleader warben mit ihren Darbietungen um die Gunst des Publikums und wurden mit viel Beifall belohnt. Manche Gruppen wie einige von Mareike Lehmann trainierte Mädchen und Jungen wagten in der Arena ihre ersten Auftritte oder übten gar erst seit so kurzer Zeit zusammen, dass sie noch nicht einmal Namen tragen. "Als Tanzlehrerin ist es für mich selbstverständlich, heute mitzumachen" sagte Mareike Lehmann. "Es macht Spaß und alle können hier zeigen, was sie können."

Zu erleben waren auch unerwartete Darbietungen. So bot das Ensemble Najeeba aus der Lila Villa einen großen orientalischen Tanzauftritt.

Zum Thema:
Am vom Stadtsportbund gemeinsam mit vielen Partnern gestalteten ersten Move & Dance Day beteiligten sich 21 Vereineund Ensembles mit 300 Aktiven. Die Spannbreite reichte von sorbischen und Volkstänzen über Turniertanz, Country, Angebote für Kinder und Senioren bis zu Showauftritten. Das Programm in der großen Arena sollte die Zuschauer ermuntern, in den Workshops und danach in der Freizeit häufiger zu Musik zu bewegen.

Einige Kinder hielt es bei den Darbietungen nicht auf ihren Plätzen. Sie enterten die Bühne, um zur Musik auch selbst zu tanzen.
Einige Kinder hielt es bei den Darbietungen nicht auf ihren Plätzen. Sie enterten die Bühne, um zur Musik auch selbst zu tanzen. FOTO: rur1