ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:38 Uhr

Cottbus
Stadtumbau geht in Cottbus in eine neue Phase

 Der entkernte Wohnblock an der Uhlandstraße in Sachensendorf wartet auf den Abriss.
Der entkernte Wohnblock an der Uhlandstraße in Sachensendorf wartet auf den Abriss. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Wohnungsabriss wird weiter fortgesetzt. Allerdings verschiebt sich der Fokus. Schmellwitz und Sandow erhalten neuen Status. Von Peggy Kompalla

Der Stadtumbau geht in Cottbus in eine neue Phase. Die Grundlage dafür hat das Stadtparlament in der vergangenen Woche gelegt. Mit großer Mehrheit haben die Abgeordneten sowohl das Integrierte Stadtentwicklungskonzept als auch das Stadtumbaukonzept angenommen. Sie gelten bis zum Jahr 2035 und entsprechen damit fast deckungsgleich dem Zeithorizont für den Strukturwandel und den Kohleausstieg.

Für Cottbus bedeutet das eine Neuausrichtung – auf zwei Zentren. Rund um den Ostsee und die Seevorstadt soll eine neue Förderkulisse ähnlich dem Modellstadtgebiet entstehen. Die Verhandlungen dazu laufen bereits mit Potsdam. In den nächsten Jahrzehnten richtet sich der Stadtumbau-Fokus damit auf das Gebiet zwischen Innenstadt und künftigem Hafenquartier.

Gleichzeitig läuft der Abriss von Wohnungen weiter. Das kündigt Bürgermeisterin und Baubeigeordnete Marietta Tzschoppe (SPD) an. „Das betrifft zurmeist bereits seit langem leer stehende und teilwiese auch schon entkernte Häuser in Sachsendorf sowie der Spremberger Vorstadt“, erklärte sie dem Stadtparlament. Demnächst beginnt demnach der Abriss der Wohnblocks in der Uhlandstraße und der Thiemstraße. „Insgesamt werden an beiden Standorten 268 Wohnungen vom Markt genommen“, so Bürgermeisterin Tzschoppe. „Das dient der Stadtentwicklung und speziell in der Thiemstraße einer deutlichen Aufwertung des Quartiersumfeldes.“

Solch ein gezielter Rückbau soll künftig über alle Stadtteile hinweg fortgesetzt werden. Für Neu Schmellwitz gibt es gute Nachrichten. Der Stadtteil erhält einen Umstrukturierungsstatus. Bisher war das Wohngebiet als Rückbaugebiet deklariert. Investitionen waren damit per se nicht vorgesehen. Sandow wird als Verbindungsstück zwischen Innenstadt und Ostsee ebenfalls zum Umstrukturierungsgebiet erklärt.

Bürgermeisterin Tzschoppe: „Mir ist wichtig, in diesem Zusammenhang deutlich zu machen: Es wird in Cottbus aus heutiger Sicht bezahlbaren Wohnraum geben.“ Das kommunale Wohnungsunternehmen GWC sei diesbezüglich ein gutes Steuerungsinstrument.

 Der Wohnblock an der Uhlandstraße in Sachensendorf wartet auf den Abriss.
Der Wohnblock an der Uhlandstraße in Sachensendorf wartet auf den Abriss. FOTO: Michael Helbig