„Ich freue mich, dass Cottbus nicht mehr damit in die Öffentlichkeit treten muss. Der Verband sollte seine Kraft jetzt für wichtigere Dinge aufwenden.“ Jury- und Verbandsmitglied Bernd Koch, Chef der städtischen Congress, Messe und Touristik GmbH, hält die Entscheidung, das Bild des Signets in der Versenkung verschwinden zu lassen, für „gut und klug, weil sie zeigt, das die Verbandsmehrheit die öffentliche Meinung respektiert“.

Trotzdem sei das kein Tag zum Jubeln, sondern eher ein unglücklicher, „weil wir als Verband im Vorfeld keine bessere Wort-Bild-Marke hinbekommen haben“. Verbandschef und Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) sagt: „Das Signet war ohnehin nur das Sahnehäubchen. Wir stecken unsere Energien jetzt in die konkrete Projekt-Arbeit. Darauf haben wir uns während der Mitgliederversammlung verständigt.“ OB-Referent Wieland Eschenburg ergänzt: „Die Diskussion um das Bild der Marke haben die Verbandsmitglieder nach hinten gestellt.“ Die Debatte, ob und wie ein neues Motiv gefunden werden soll, werde aber vor der Verabschiedung des Marketingsplans Ende Juni erneut geführt. „Wir konzen trieren uns jetzt erst einmal auf diesen konzertierten Marketingplan für das Jahr 2010, sammeln in den Arbeitsgruppen Ideen und Vorschläge und koordinieren die.“ Die Text-Marke „Fürstliches Cottbus. Stadt der Energien“ werde aber auf jeden Fall weiter eingesetzt. Während der Versammlung am Montagabend haben sich die Mitglieder des Marketing- und Tourismusverbandes darauf verständigt, sechs Arbeitsgruppen (AG) zu bilden, um Cottbus nach innen und außen besser zu vermarkten. Eine AG wird Ideen zum Ausbau des städtischen Veranstaltungskalenders entwickeln. Ziel sei, neben den bereits etablierten Monatshöhepunkten mit überregionaler Strahlkraft wie das Springer-Meeting, das Filmfestival oder das Stadtfest weitere zu schaffen, erklärt Verbandschef und Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD). Die Innenstadt stärken soll eine weitere Gruppe. Sie wird sich Gedanken machen zur besseren Vermarktung der Einkaufsstadt, Märkten, der Gastronomie und zur Stadtmöblierung. Die AG Kommunikation und Image wird sich als erstes mit der Gestaltung einer Web-Seite für den Verband befassen, während sich die Gruppe Masterplan Stadt Cottbus 2020 um einen Imagefilm für die Stadt, Messeauftritte und ein verbessertes touristisches Wegeleitsystem kümmern wird. Zwei weitere AG werden Cottbus zum einen als Messe-, Kongress- und Tagungsstadt und zum anderen als Tourismus-, Kultur- und Sportstandort verstärkt vermarkten. Geplant sei, die Bürger einzubeziehen und deren Kreativität zu nutzen, erklärt Oberbürgermeister-Referent Wieland Eschenburg. Alle Ideen und Projekte sollen dann bis Ende Juni in einen Marketingplan 2010 fließen, über den die Verbandsmitglieder abstimmen werden. Dieser Marketingplan sei dann für alle Mitglieder verbindlich.