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| 17:36 Uhr

Verein erfährt Solidarität
Cottbuser setzen sich für Karlstraße 29 ein

 Der Schriftzug „K29 bleibt“ hängt inzwischen an mehreren Gebäuden in der Stadt. Das bedrohte Wohnprojekt erfährt so Unterstützung.
Der Schriftzug „K29 bleibt“ hängt inzwischen an mehreren Gebäuden in der Stadt. Das bedrohte Wohnprojekt erfährt so Unterstützung. FOTO: LR / René Wappler
Cottbus. Banner an verschiedenen Orten in der Stadt unterstützen bedrohtes Wohnprojekt. Von Rene Wappler

Vor dem drohenden Ende wollen Unterstützer aus Cottbus das Wohnprojekt in der Karlstraße bewahren. Professorin Heike Randvan vom Institut für Soziale Arbeit an der Brandenburgischen Technischen Universität erklärt: „Das Wohnprojekt fördert seit vielen Jahren die kulturelle Vielfalt und das demokratische Miteinander in Cottbus.“ Deshalb sei die Arbeit des Vereins in der Karlstraße so wichtig für Cottbus.

Auch die Freiluftkneipe Prima Wetter am Bahnhof ziert inzwischen der Schriftzug „K29 bleibt!“ Dazu erläutert der Chef der Bar, Philipp Gärtner: „Das ist unser Zeichen der Solidarität.“ So hoffe er, dass eine der ältesten Wohngemeinschaften von Cottbus, als Verein im Jahr 1992 gegründet, nicht wegen eines Eigentümerwechsels das Gebäude in der Karlstraße verlassen müsse. „Cottbus bräuchte viel mehr solcher Häuser, die aus eigener Kraft kulturelle Ereignisse wie das Karlstraßenfest organisieren, und das ohne Fördermittel“, sagt Philipp Gärtner. Auch die Bewohner des Hausprojekts in der Parzellenstraße 79 ließen den Schriftzug für den Erhalt des Vereins an der Fassade anbringen, ebenso wie das Gemeindezentrum der Kreuzkirche.

Die Bewohner des Hauses in der Karlstraße erhielten vor wenigen Wochen von ihrem Vermieter eine fristlose Kündigung. Das teilte der Verein „Karlstraße 29“ mit. 13 Mieter fürchten damit, ihr gemeinsames Zuhause zu verlieren.