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| 12:07 Uhr

Haftbefehl erlassen
Cottbuser schlägt 61-Jährige krankenhausreif

Mit brutaler Gewalt ist ein 35-jähriger Cottbuser am Montag gegen eine 61-jährige Mitarbeiterin der Cottbuser Gebäudewirtschft vorgegangen.
Mit brutaler Gewalt ist ein 35-jähriger Cottbuser am Montag gegen eine 61-jährige Mitarbeiterin der Cottbuser Gebäudewirtschft vorgegangen. FOTO: fotolia / Rainer Fuhrmann
Cottbus. Ein deutscher Wohnungsloser schlägt eine 61-jährige Mitarbeiterin der Cottbuser Wohnungswirtschaft (GWC) krankenhausreif. Das Amtsgericht Cottbus ordnet Untersuchungshaft an. Von Andrea Hilscher

Ein brutaler Angriff auf eine Mitarbeiterin der Cottbuser Gebäudewirtschaft GWC erschüttert die Stadt: Am Montagmittag meldete sich ein polizeibekannter Mann (35) per Gegensprechanlage in der GWC-Geschäftsstelle im Stadtteil Sandow. Sobald er das Treppenhaus betreten hatte, griff er eine leitende Mitarbeiterin (61) an. Obwohl eine Kollegin versuchte, ihr beizustehen, schlug der Angreifer die Frau krankenhausreif.

Selbst am Boden liegend, attackierte er sie mit Fäusten und Schuhen an Bauch, Oberkörper und Kopf. Er wollte fliehen, konnte aber von der Polizei noch in der Nähe des Tatortes festgenommen werden. Er wehrte sich so heftig, dass er mit Pfefferspray überwältigt werden musste. Die Staatsanwaltschaft Cottbus und die Mordkommission der Polizeidirektion Süd führen die weiteren Ermittlungen gegen den Deutschen ohne festen Wohnsitz.

Am Dienstag erließ das Amtsgericht Cottbus auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen den Beschuldigten Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung und ordnete Untersuchungshaft an.

GWC-Chef Dr. Torsten Kunze reagierte entsetzt auf die brutale Attacke. „Ein schrecklicher Zwischenfall, wie ich ihn in den vergangenen Jahren so noch nicht erlebt habe.“ Die Kollegin, die nun im Krankenhaus liegt, sei wegen ihrer besonnenen und ruhigen Art allseits beliebt.

Der Täter, der offenbar mit einer GWC-Mieterin liiert ist, hat seit Mai Hausverbot in dem Objekt. Immer wieder hatte er gegen die Hausordnung verstoßen, seine Freundin und einen Nachbarn verprügelt. Bei der GWC wie auch bei der Stadt häufen sich offenbar aggressive Angriffe – hauptsächlich von Deutschen ausgehend.