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| 01:32 Uhr

Cottbuser sammeln 13 296 Kilo für eine tolerante Stadt

Pfunde fuer bunte Stadt: Mit der Aktion "Cottbuser sammeln Pfunde fuer eine weltoffene, tolerante und bunte Stadt warb der Cottbuser Aufbruch und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fuer Toleranz und Miteiander. Gleichzeitig wurden Unterschriften gegen die Abschiebung der Familie Manuel in den Kongo gesammelt. v.l.n.r.: Jean Mpaya,Hortance Mavinga,Plamcdi und Chirac Henoc Manuel.
Pfunde fuer bunte Stadt: Mit der Aktion "Cottbuser sammeln Pfunde fuer eine weltoffene, tolerante und bunte Stadt warb der Cottbuser Aufbruch und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fuer Toleranz und Miteiander. Gleichzeitig wurden Unterschriften gegen die Abschiebung der Familie Manuel in den Kongo gesammelt. v.l.n.r.: Jean Mpaya,Hortance Mavinga,Plamcdi und Chirac Henoc Manuel. FOTO: Michael Helbig (DC, Helbig )
Cottbus. Sie warfen ihr ganzes Gewicht in die Waagschale, um Flagge zu zeigen für eine tolerante und weltoffene Stadt: Am Samstag trafen sich einige Hundert Menschen in der Innenstadt, um auf Einladung des Aktionsbündnisses „Cottbuser Aufbruch“ auf die Waage zu steigen. „Manche schämten sich für ihre Pfunde, das ein oder andere alte Mütterlein brachte nur knapp über 40 Kilo auf die Waage – für uns aber war jedes Gramm wichtig“, sagte Bündnis-Sprecher Lothar Judith. (Eig.Ber./hil)

„Wir hatten vielleicht mit 1000 Kilo gerechnet. Dass unser Aufruf so viele Menschen erreicht hat, ist eine wunderbare Überraschung.“ Letztlich brachte die Aktion 13 296 Kilo, gesammelt von Politikern wie der SPD-Landtagsabgeordneten Kerstin Kircheis oder dem Juso-Chef Paul Weisflog, von Christoph Polster, dem Pfarrer der Nikolaikirche, von Gewerkschaftsmitgliedern und Anhängern der Linken oder der Grünen.

Sie wollten damit symbolisch als Gegengewicht wirken zu einer gleichzeitig stattfindenden DVU-Kundgebung. Diese wurde von weniger als 20 Anhängern besucht. „Gegen einen der Redner ermitteln wir möglicherweise wegen Diffamierung“, so ein Polizeisprecher am Sonntag gegenüber der RUNDSCHAU. Ansonsten verlief die Kundgebung ruhig. Die angekündigten Proteste der „Antifaschistischen Jugend“ verliefen ebenfalls störungsfrei, nur ein paar rosa Farbspuren und eine Wandschmiererei zeugten später am Oberkirchplatz vom Protest gegen die rechtsgerichtete DVU. (Eig.Ber./hil)