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| 19:20 Uhr

Historisches Bauwerk im Cottbuser Zentrum
Park gibt jetzt Blick auf Denkmal frei

 Der japanische Pavillon ist jetzt von allen Seiten besser zu sehen, ob aus dem Puschkinpark oder von der Stadthalle.
Der japanische Pavillon ist jetzt von allen Seiten besser zu sehen, ob aus dem Puschkinpark oder von der Stadthalle. FOTO: LR / René Wappler
Cottbus. Fachleute haben dafür gesorgt, dass der japanische Pavillon stärker ans Licht kommt. Von René Wappler

Spaziergänger haben jetzt einen freien Blick von allen Seiten auf den japanischen Pavillon am Puschkinpark. Wie Gottfried Lindner vom Bürgerverein Cottbus-Mitte berichtet, haben Fachleute des städtischen Fachbereichs vor einer Woche die Pflanzen beschnitten, die das Bauwerk umgaben. Somit sei der Pavillon nicht mehr so verborgen wie in der Vergangenheit.

Gottfried Lindner besucht das Denkmal am Puschkinpark täglich, um zu prüfen, ob es noch gepflegt aussieht. Dafür hat er gute Gründe. Schließlich wurde der Pavillon immer wieder beschmiert, obwohl die Mitglieder des Bürgervereins das Bauwerk mit enormem Aufwand saniert hatten. Mitarbeiter des Rathauses ließen erst im Juni Graffiti-Schriftzüge entfernen.

Wie Gottfried Lindner berichtet, haben ihm auch Bewohner eines benachbarten Hauses versichert, dass die Besucher pfleglicher mit dem Pavillon umgehen. „Vielleicht zeigen unsere Appelle mittlerweile Wirkung“, sagt er. „Ich weiß zumindest, dass auch die Polizei relativ oft vor Ort ist.“ Somit hege er die Hoffnung, dass die Mitglieder des Bürgervereins allmählich ihr Ziel erreichen. Es lautet, den Pavillon als ein kostbares Denkmal im Bewusstsein der Cottbuser zu verankern, wie Lindner erläutert. Dabei sei es durchaus in seinem Sinn, wenn der Pavillon als Treffpunkt dient, so lange er dabei keinen Schaden nimmt.  „Im Moment können wir hochzufrieden sein“, stellt Lindner fest. „Ich freue mich auch, wenn der Postkutscher mit den Gästen der Stadt den Pavillon besucht.“ Früher hätten sie eher einen Bogen ums Denkmal gemacht, weil es regelmäßig mit Graffiti beschmiert war.

Erfreut äußert sich Gottfried Lindner ebenso darüber, dass sich die Mitarbeiter des Rathauses für das Bauwerk einsetzen. Das führe zugleich zum Nebeneffekt, dass sich darüber hinaus mehr Menschen in der Stadt dafür interessieren. „Uns wäre viel Arbeit erspart geblieben, wenn es schon vor zwei Jahren  so eine starke Resonanz gegeben hätte“, sagt Gottfried Lindner. „Vielleicht haben ja viele Leute den Pavillon damals noch nicht in seiner Funktion als Cottbuser Denkmal ernst genommen.“

 Der japanische Pavillon ist jetzt von allen Seiten besser zu sehen, ob aus dem Puschkinpark oder von der Stadthalle.
Der japanische Pavillon ist jetzt von allen Seiten besser zu sehen, ob aus dem Puschkinpark oder von der Stadthalle. FOTO: LR / René Wappler