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Cottbuser Panorama-Ansichten inszenieren die Schönheit der Stadt

Frank Trosien vor seinem Lieblingspanorama. Es zeigt die Sprem.
Frank Trosien vor seinem Lieblingspanorama. Es zeigt die Sprem. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Eine beeindruckende Bilderschau schmückt derzeit die Rathauswände in der ersten Etage. Der Fotograf Frank Trosien zeigt 50 Panoramen, die nicht nur wegen ihrer technischen Umsetzung brillieren. Peggy Kompalla

Vor allem zeigen sie dem Betrachter bekannte Cottbuser Orte in neuer Schönheit. Bis zum 3. August sind Fotografien zu sehen.

Das zwar mächtige aber im Grunde schlichte Hauptschiff der Oberkirche St. Nikolai verwandelt sich in einer 360-Grad-Aufnahme in ein Amulett mit kompliziertem Muster. Die einfachen Bodenfliesen umschließen den Kirchenhimmel in der Mitte wie einen Rahmen. Plötzlich wird das Einfache inszeniert und gewinnt Bedeutung. Der Betrachter wird nicht nur angeregt die Bilder genauer zu betrachten, sondern auch in der Realität den Kleinigkeiten mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Diese Wirkung über die reine Ausstellung hinaus, macht auch den Reiz der Schau aus. Selbst dem Fotografen fiel auf: "Cottbus ist schön. Mehr gibt es nicht zu sagen."

Die Fotografien im Rathaus sind seit dem Jahr 2009 entstanden. Ein Panorama besteht aus 100 bis 200 Bildern. "Wie das Panorama wirkt, sehe ich auch erst am Rechner, wenn alle zusammengefügt sind", erzählt Trosien. "Das ist immer der spannendste Moment."

Zum Thema:
Fünf Panoramen von Frank Trosien gehören zum Bestand der Artothek und können bei der Stadt- und Regionalbibliothek ausgeliehen werden.Mit einem Benutzerausweis (ab 14 Jahre) können Bilder für zwei bis acht Monate entliehen werden. Kosten: drei Euro pro Bild für zwei Monate.