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| 18:46 Uhr

Cottbus
Cottbuser Ostsee bekommt Mauer und Tor

 Die 820 Meter lange Kaimauer für den künftigen Cottbuser Stadthafen ist fertig. Allerdings darf sie während der Flutung des Ostsees aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Sie befindet sich wie das gesamte Ufer hinter einem Absperrzaun.
Die 820 Meter lange Kaimauer für den künftigen Cottbuser Stadthafen ist fertig. Allerdings darf sie während der Flutung des Ostsees aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Sie befindet sich wie das gesamte Ufer hinter einem Absperrzaun. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Die Kaimauer für den Cottbuser Stadthafen ist fertig. Nun bekommt der Ostsee noch eine Landmarke. Das wird am Sonntag in Schlichow groß gefeiert. Von Peggy Kompalla

Es läuft zwar kein Wasser, trotzdem tut sich was am Ostsee: Die Kaimauer ist nach 13 Monaten Bauzeit fertiggestellt worden. Ein Blick lohnt sich also. Aber das ist längst nicht die einzige Neuigkeit, die am Sonntag beim Ostseefest von den Besuchern genauer in Augenschein genommen werden kann. Auf der Schlichower Höhe wird am Donnerstag mit dem Ostseetor eine neue Landmarke gesetzt.

Tobias Schick vom Stadtsportbund ist sich gewiss: „Wenn man von Cottbus über die Brücke nach Schlichow reinfährt, wird man das Tor schon sehen.“ Der Clou: Das Ostseetor steht nicht einfach nur da. „Es ist eine Ergänzung zur Ostseemeile und zum Klettern da.“

Anleihen an Stonehenge

Die Felsen stehen am Mittwoch noch auf dem Bauhof der Lausitzer Felsenmanufaktur in Cottbus. Geschäftsführer Ragnar Nowak verrät: „Die Felsen bekommen heute ihre finale Farbgestaltung.“ Dabei orientieren sich die Felsenbauer an den Findlingen, die auf der Schlichower Höhe bereits ihren Platz haben. Der Felsenbauer verspricht: „Das Tor ist gut geeignet zum Bouldern, also zum freien Klettern.“ Nowak schiebt noch hinterher: „Kleine Anleihen an Stonhenge sind bestimmt nicht allzuweit hergeholt.“ Das Ensemble auf der Schlichower Höhe solle schließlich ein Hingucker werden. sDie höchste natürliche Erhebung am Ostsee hat sich dank des Engagements von Bürgerverein und des Ostseeförderverein längst zu einem Ausflugsziel entwickelt. Neben Spiel- und Fitness-Geräten gibt es Informationstafeln zu Natur und Geschichte, gestaltet von den Kindern der Grundschule Dissenchen. Nun gibt es noch eine Landmarke obendrauf.

 Christian Fischer von der Lausitzer Felsenmanufaktur verpasst dem Ostseetor seinen Farbanstrich.
Christian Fischer von der Lausitzer Felsenmanufaktur verpasst dem Ostseetor seinen Farbanstrich. FOTO: Lausitzer Felsenmanufaktur

Das letzte Ostseefest

Noch mehr Grund zum Feiern: Schlichow trägt am Sonntag auf dem Sportplatz das Ostseefest aus. Offiziell wird es um 13 Uhr von Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) und dem Ortsbeirat eröffnet. Dabei erhält Stadtsportbundchef Tobias Schick den Staffelstab als künftiger Ausrichter des Festes. Denn ab kommenden Jahr wird es als Ostsee-Sportspiele ablaufen.

Sieben Millionen Euro für Kaimauer

Bei einer Tour zum benachbarten Merzdorfer Aussichtsturm können Besucher die fertiggestellte Kaimauer sehen. Die Spundwand mit aufgesetzten Stahlbetonkopfbalken sichert das künftige Ufer des Stadthafens auf eine Länge von 820 Metern. Der Bau hat gut sieben Millionen Euro gekostet. 80 Prozent davon werden von Land und Bund finanziert.