ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:02 Uhr

Cottbuser „Oscar“ für erfolgreiche junge Tüftler

Sie könnte so etwas wie ein Cottbuser Oscar werden, die kleine schlaksige Bronzefigur auf den überlangen Stelzen. Seinen ersten großen Auftritt hat der vom Cottbuser Künstler Peter Buth geschaffene Stelzenläufer am kommenden Montag im Niedersorbischen Gymnasium. Ulrike Elsner

Dort wird am Vormittag der IHK-Schulpreis verliehen.
Ausgezeichnet werden beispielhafte Projekte an Südbrandenburger Schulen, die, so Jana Preuß vom IHK-Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung, „in verständlicher und interessanter Weise Kenntnisse der Wirtschaft- und Arbeitswelt vermitteln oder den Unterricht anwendungsbezogen und praxisorientiert gestalten“ .
Noch ist es ein gut gehütetes Geheimnis, welche Schule den Hauptpreis und damit die Bronzeplastik mit nach Hause nehmen kann.
Unter den sechs zur Preisverleihung eingeladenen Schulvertretungen befinden sich aber auch vier aus Cottbus: Die Europaschule „Regine Hildebrandt“ , die Sachsendorfer Gesamtschule, das Heinrich-Heine-Gymnasium und die Realschule Sielow.
Ausgezeichnet werde „Bildung und Aktivität junger Leute“ , sagt Peter Buth, und das sei „mehr wert als 'ne Urkunde oder ein eingekaufter Pokal“ .
Sein Stelzenläufer „ist jemand, der sich über die Menge erhebt“ . Die Strapazen seien ihm anzusehen. Überhaupt solle die Figur „als Synonym für die Anstrengung, die hinter einer Leistung steht“ , verstanden werden.
„Weit oben weht ein kräftiger Wind“ , weiß der Künstler. Und auch die jungen Tüftler mögen das bereits erfahren haben. Dass dieser Wind zudem öfter die Richtung wechsle, mache es umso schwerer, nicht die Balance zu verlieren. Auf superlangen Stelzen würde sich wohl jeder ein bisschen unsicher fühlen. „Nur mit Geschick schafft man es, da oben zu bleiben“ , sagt Peter Buth. So könne die Plastik jungen Leuten eine wichtige Botschaft auf den Weg geben. Nämlich die Erkenntnis, dass man nie sagen kann: Das haben wir jetzt für alle Zeiten geschafft.
Nicht von ungefähr hat Peter Buth eine „alte hochwertige Technik“ für seine Arbeit gewählt und mit der Herstellung noch dazu die renommierte Kunstgießerei Lauchhammer beauftragt. Das filigran anmutende Objekt steht auf einem massiven Quader. „Man sollte schon etwas in der Hand haben, wenn man den Preis überreicht oder ihn bekommt“ , sagt Peter Buth.
Auf anatomische Genauigkeit sei es ihm keineswegs angekommen wohl aber auf Überhöhung. Und so hat der Stelzenläufer etwas von einer Karikatur. Zudem ist die Rückansicht genauso spannend wie die Vorderansicht. Anfassen ist nicht nur erlaubt, sondern gar erwünscht. Wo die Plastik am häufigsten berührt wird, zeigen sich blanke Stellen auf der patinierten Oberfläche. Bereits jetzt hat sie ein blankgeriebenes Hinterteil.