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| 01:27 Uhr

Cottbuser Oberkirchen-Saal erhält Namen früherer Gemeinde

In dem früheren Bodelschwingh-Gemeindehaus in Sandow befindet sich heute eine Pizzeria. Foto: Peggy Kompalla
In dem früheren Bodelschwingh-Gemeindehaus in Sandow befindet sich heute eine Pizzeria. Foto: Peggy Kompalla FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Der bislang namenlose Nordsaal in der Cottbuser Oberkirche St. Nikolai wird ab Sonntag Bodelschwingh-Saal heißen. pk

Das erklärt Pfarrer Christoph Polster. Der neue Name für den behindertengerechten Raum wird demnach im Anschluss an den Gottesdienst vergeben. “Auf diese Weise findet nach einer für viele schmerzlichen Trennung vom Bodelschwingh-Gemeindehaus am Sandower Doll eine Tradition einen würdigen, neuen Ort„, sagt der Pfarrer.

So sei die Namensgebung eine Reminiszenz an den vor 100 Jahren verstorbenen Theologen und Förderer der evangelischen Diakonie Friedrich von Bodelschwingh, aber auch für die frühere Cottbuser Bodelschwingh-Gemeinde. Sie war im Jahr 1995 mit der Oberkirchen-Gemeinde fusioniert. Und vor vier Jahren hatte die Kirche das Bodelschwingh-Gemeindehaus verkauft. Heute befindet sich darin eine Pizzeria. Die Aufgabe des Gebäudes hatte nach den Worten von Pfarrer Polster für große Aufregung gesorgt. “Das ist auch verständlich, schließlich war das Haus seit 1927 der Mittelpunkt des Gemeinde-Lebens„, sagt er.

Im neuen Bodelschwingh-Saal befinden sich demnach die sakralen Einrichtungsgegenstände - wie Altar, Lesepult und Taufbecken - aus dem früheren Bodelschwingh-Gemeindehaus. Auch die Ahlborn-Orgel, die ursprünglich in der gläsernen Buga-Kirche und später in Sandow ihren Dienst verrichtet hatte, erklingt in dem Raum zu Andachten und religiösen Veranstaltungen.

Nach dem Gottesdienst am Sonntag wird zudem die Wanderausstellung “Der Lebenskreis - von der Geburt bis zum Sterben und darüber hinaus„ von den Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel eröffnet. Sie zeigt das Ergebnis eines bundesweiten Kunstwettbewerbs für Menschen mit Behinderungen in diakonischen Einrichtungen. In der Ausstellung sind 30 Werke zu sehen, die sich mit den verschiedenen Lebensphasen beschäftigen, aber auch mit der Frage: Was kommt danach? Daneben wird das Leben und Schaffen Friedrich von Bodelschwinghs vorgestellt.

Den Gottesdienst wird am Sonntag Pfarrer Christoph Polster gemeinsam mit Pastor Dr. Johannes Feldmann von den Hoffnungstaler Anstalten Lobetal halten, die eng mit den Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zusammenarbeiten.

Die Ausstellung in der Oberkirche ist vom 15. August bis 7. Oktober zu sehen.