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| 08:49 Uhr

TV-Auftritt
Cottbuser OB verteidigt Aufnahmestopp für Flüchtlinge

Der Oberbürgermeister der Stadt Cottbus, Holger Kelch (CDU), gibt nach einer Sitzung des Innenausschusses des Landtags Brandenburg ein Interview.
Der Oberbürgermeister der Stadt Cottbus, Holger Kelch (CDU), gibt nach einer Sitzung des Innenausschusses des Landtags Brandenburg ein Interview. FOTO: Ralf Hirschberger / dpa
Cottbus . Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) hat den Aufnahmestopp für Flüchtlinge in seiner Stadt verteidigt. Im ZDF wehrte er sich gegen entsprechende Kritik vom Wochenende.

Cottbus fehle es an Geld und Sozialarbeitern, um weitere Flüchtlinge zu versorgen, sagte Kelch am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Kelch forderte mehr Unterstützung: „Bund und Länder haben eine staatliche Schutzfunktion für die Kommunen. Davon merke ich bisher zu wenig hier in Cottbus.“ In der Stadt war es wiederholt zu Gewalt zwischen meist jugendlichen Deutschen und Syrern gekommen. Daraufhin wurde verfügt, dass zunächst keine weiteren Flüchtlinge aus der Erstaufnahme des Landes nach Cottbus gebracht werden.

Der Bundestagsfraktionschef der Linken, Dietmar Bartsch, und andere hatten am Wochenende den Zuweistungsstopp für Cottbus kritisiert. „SPD und CDU sollen nicht dem rechten Zeitgeist nachgeben, sondern Haltung zeigen“, sagte Bartschdem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Sonnabend). „Dem Ziel der Rechtsradikalen, sogenannte national befreite Zonen zu schaffen, darf niemand auch nur einen Millimeter entgegen kommen. Cottbus ist und bleibt eine weltoffene Stadt“, erklärte der Linken-Politiker.

(dpa/bob)