Dieses Mal werden vom 18. bis 26. Februar, unter dem Motto "7+1", sieben Spielfilme und - neu im Programm - ein Dokumentarfilm, der extra für Cinéfête nach Deutschland kommt, in französischer Sprache mit deutschen Untertiteln gezeigt. Das Filmfestival richtet sich explizit an Schüler, die Französisch lernen.

Neben Filmen voller Humor und Magie, Abenteuer und Spaß "à la française", schneidet die 16. Cinéfête-Auswahl auch ernste Themen an. Besonders prägnant ist dieses Jahr die Frage der Integration, der sozialen Ausgrenzung und ihrer Überwindung durch besonders fesselnde und beharrliche junge Figuren.

Das Programm im Überblick:

Mit "Un Monstre á Paris" (1. bis 6. Klasse) ist dieses Jahr wieder ein Animationsfilm dabei: Filmvorführer Emile verwandelt mit seinem Freund, den verrückten Erfinder Raoul, aus Versehen einen Floh in ein Monster und eine abenteuerliche Monster-Jagd durch Paris beginnt.

In "La Famille Bélier" (6. bis 10. Klasse) lernen wir eine Familie kennen, in der alle Mitglieder gehörlos sind, bis auf die Tochter Paula. Doch Paula muss bald nach Paris. Ob die Béliers es auch ohne sie schaffen, ihren Alltag zu meistern?

Mit "De Toutes nos Forces" (6. bis 10. Klasse) zeigt Nils Tavernier auf der großen Leinwand den Mut und die Lebenslust des jungen Julien, der seinen Vater überzeugt, ihn trotz seines schweren Handicaps am Ironman-Triathlon teilzunehmen zu lassen. Eine rührende Vater-Sohn-Sportgeschichte!

"Jappeloup" (6. bis 10. Klasse) ist ein weiterer Film, der appelliert, an seinen Träumen festzuhalten. Pierre Durand gibt eine erfolgversprechende Anwaltskarriere auf, um sich seiner Leidenschaft, dem Springreiten, zu verschreiben. In Frankreich begeisterte dieser Film 1,8 Millionen Besucher.

In "L´enfant den Haut" (10. bis 13. Klasse) lebt Simon (12) mit seiner älteren Schwester Louise zusammen in den Schweizer Alpen. Als Louise erfährt, dass ihr Bruder die Touristen bestiehlt, steht ihre Beziehung vor einer Krise. Der Film wurde auf der 62. Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Für Schüler der 10. bis 13. Klasse eignet sich der Film "Les Garcons et Guillaume, á Table!". Guillaume, der so gar kein typischer Junge ist, begibt sich auf eine persönliche und sexuelle Identitätssuche und muss dabei gegen Vorurteile und Demütigungen kämpfen, bis er endlich seinen Weg zur Selbstverwirklichung findet.

"Bande de Filles" (10. bis 13. Klasse) beschreibt ungeschönt den harten Alltag von Marieme, die mit ihrer Familie in den Pariser "banlieues" lebt. Der Film ist dabei jedoch keine rein pessimistische Darstellung dieser Viertel, sondern zeigt, wie viel Energie, Liebe und Stärke in den jungen Frauen, für die Marieme stellvertretend steht, steckt.

"La Cour de Babel" (10. bis 13. Klasse) begleitet ein Jahr lang eine Gruppe junger Einwanderer, die in einer Klasse Französisch lernen. Ein hochaktuelles Thema, das dieser preisgekrönte Dokumentarfilm aufgreift.

Den detaillierten Plan gibt es unter www.obenkino.de . Der Eintrittspreis pro Schüler beträgt 2,50 Euro.