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Cottbuser Nabu gegen Düngung im Naturschutzgebiet

Cottbus. Der Cottbuser Naturschutzbund (Nabu) richtet sich mit einem offenen Brief an den Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) und fordert, dass das Ausbringen von Gülle in dem Naturschutzgebiet verboten wird. Damit reagieren die Naturschützer auf einen Vorfall im Juli. Peggy Kompalla

Durch den Hinweis eines RUNDSCHAU-Lesers und eines entsprechenden Berichtes stellte das Umweltamt der Stadt fest, dass ein Landwirt auf zwei Flächen Gärreste aus einer Biogasanlage ausgebracht hatte, die nicht gedüngt werden dürfen. Der Landwirt erntete jedoch keine Sanktionen. Stattdessen einigten sich Stadt und Bauer auf eine engere Zusammenarbeit. Das ist dem Cottbuser Nabu zu wenig. Deshalb fordern Horst Alter, Helga Leber und Harald Wilken: "Im Trinkwasserschutzgebiet hat Gülle nichts zu suchen." Die Düngung bedeute eine Belastung für Boden- und Wasserhaushalt des Gebietes. "Stickstoffüberschüsse durch Düngung sind in dieser sensiblen Wiesenlandschaft für die bestehende Pflanzenvielfalt tödlich."