Die Polizeitaucher, die am Donnerstag in der Spree in Sandow nach Beweisstücken im Mordfall um einen 31-jährigen Mann gesucht haben, sind nicht fündig geworden. Das sagte Polizeisprecher Maik Kettlitz auf Nachfrage. Es sei kein Beweismittel entdeckt worden, das in Zusammenhang mit dem Verfahren um den Mord an Martin M. stehe, so Kettlitz.

Taucher in der Spree: Führt ihr Fund zu einem anderen Fall?

Am Grund der Spree hätten die Taucher, die mit Metalldetektoren ausgestattet waren, als Zufallsfund lediglich Schlüssel entdeckt. Ob diese eventuell aus einem Diebstahl stammen könnten und ob sie einem Eigentümer zugeordnet werden können, werde derzeit ermittelt.
Wie in dem Fall weiter ermittelt werde, entscheide die Mordkommission, die am Donnerstag ebenfalls bei der Tauchersuche dabei war.

Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt zum Cottbuser Mordfall

Die Ermittlungen stehen unter Federführung der Staatsanwaltschaft, die jedoch auch weiterhin nichts zu dem Fall sage, solange die Ermittlungen laufen, wie Oberstaatsanwalt Detlef Hommes nochmals betont.
Martin M. war am 1. März 2020 gegen 20.30 Uhr in der Cottbuser Innenstadt ermordet worden. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten in der Vergangenheit mehrere Zeugenaufrufe zu dem Mord gestartet. Der 31-jährige Cottbuser soll am Tattag mit seinem Hund spaziert sein, entlang des „Teehäuschens“ gegenüber der Stadthalle. Im angrenzenden Puschkinpark soll er dann auf seine späteren Mörder getroffen sein.
Beweissuche im Cottbuser Mordfall

Bildergalerie Beweissuche im Cottbuser Mordfall

Die Polizei geht von mindestens zwei Tätern aus. Weiterhin wurde ein auffällig blauer Kleinwagen beschrieben, der sich unmittelbar nach der Tat vom Puschkinpark in Richtung Spreeufer entfernte.