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| 18:20 Uhr

Auf Zeitreise in der Region
Kinder lassen mit Mammut Geschichte lebendig werden

 Das Mammut wurde auch gezeichnet.
Das Mammut wurde auch gezeichnet. FOTO: Paul-Gerhardt-Werk / Heiko Portale
Cottbus. Künstler und Pädagogen unterstützen Projekt von Cottbuser Paul-Gerhardt-Werk und Tafel Deutschland. Neben Ausflügen erarbeiten sich die Kinder regionale Geschichte und stellen ihre Ergebnisse im Dezember der Öffentlichkeit vor. Von Antje Posern

Am Mittwoch werden wieder fast 20 Mädchen und Jungen im Cottbuser Familienhaus Ton in den Händen halten, damit werkeln und einen Ausflug in die Geschichte unternehmen. Dieser Nachmittag gehört zu einem Projekt namens „Flussabwärts zum Mammut“, das das Paul-Gerhardt-Werk in Cottbus gemeinsam mit der Jugendhilfe, der Tafel und dem Staatstheater seit März und noch bis zum Jahresende durchführt. Damit wollen sie insbesondere lernschwache Kinder sowie Mädchen und Jungen mit schlechten Deutschkenntnissen an einer für sie möglicherweise neuen Welt teilhaben lassen.

Sechs- bis 16-jährige Kinder und Jugendliche aus dem Käthe-Kollwitz-Haus, aus dem Familienhaus und von der Cottbuser Tafel gehen mit auf eine Reise durch die Geschichte der Region. Tagebaubagger haben hier wertvolle geschichtliche Zegnisse an die Oberfläche befördert. Im Freilichtmuseum Klinge ist ein Modell des in der Nähe entdeckten Wollhaarmammuts zu besichtigen. An Orten wie im slawischen Museumsdorf „Stary lud“ in Dissen, der Slawenburg Raddusch oder auch dem Spreeauenpark mit seinem Tertiärwald lässt sich Geschichte eindrucksvoll erleben.

Stationen wie diese stehen auf dem Besuchsprogramm des Projektes, das von der Tafel Deutschland dank Bundesfördermitteln aus dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ unterstützt wird. Auf das Erforschen folgt das Erarbeiten. Unter der Leitung der Künstlerin Anette Lehmann-Westphal und des studierten Theaterpädagogen Ronne Noack, den meisten als Cottbuser Potstkutscher bekannt, können die jungen Teilnehmer auch selbst tätig werden. Dabei steht ihnen auch der Künstler Matthias Lehmann zur Seite. So werden ihre selbst gearbeiteten Tonstücke im Burger  Schauhandwerkhof gebrannt, es wird gewebt, dem Vorbild steinzeitlicher Malereien und alter Schriftzeichen nachgeeifert, Schmuck, Jagdwerkzeug oder auch Spielzeug hergestellt. Die Ergebnisse wollen die Teilnehmer zum Abschluss im Dezember präsentieren.