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| 14:28 Uhr

Cottbuser Maifest auf dem Heronplatz

Die Pfiffikus-Tänzerinnen unterhalten die Maifest-Besucher.
Die Pfiffikus-Tänzerinnen unterhalten die Maifest-Besucher. FOTO: Mih1
Cottbus. Der Stadtverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hatte am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, wieder zur traditionellen Maifeier auf den Platz am Stadtbrunnen (Heronplatz) eingeladen. mih1/pk

Mit dabei waren Parteien und Organisationen unterschiedlicher politischer Richtungen. So gab es unter anderem Informationsstände von der CDU, der SPD, der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, erstmals der Jungen Liberalen Brandenburgs, von Attac, der Linken, aber auch verschiedener Friedensinitiativen und von Bündnis 90/Die Grünen. Während im bunten Rahmenprogramm mit Hüpfburg, Tombola, Nagelschlagen mit einem Dachdecker und Auftritten des Kinder- und Jugendensembles Pfiffikus für beste Stimmung gesorgt war, präsentierten die Parteien und Organisationen ihre Vorstellungen von einem Leben in Frieden und sozialer Gerechtigkeit. So kamen Ministerin Martina Münch (SPD) ebenso ins Gespräch mit den Besuchern des Maifestes wie Bundestagsabgeordneter Klaus-Peter Schulze (CDU).

In kleinen Gesprächsrunden betonten die Teilnehmer ihre Vorstellungen von einem Leben mit mehr Solidarität zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Flüchtlingen, Schwachen und Starken. Es sei an der Zeit für mehr Solidarität. Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) freute sich, dass neben den Gewerkschaften auch verschiedene Parteien und Bündnisse beim Maifest dabei waren. Er betonte, dass es wichtig sei, dass die Region angesichts des unausweichlichen Strukturwandels zusammenstehe und länderübergreifend neue Ideen entwickle. Deshalb werde sich auch die Entwicklungsgesellschaft Cottbus (EGC) neu ausrichten sowie der Technologie- und Industriepark auf dem einstigen Flugplatzgelände im Cottbuser Norden weiter ausgebaut.

Zu den Besuchern des diesjährigen Cottbuser Maifestes, zu deren Höhepunkten auch die Verleihung von vier DGB-Oscars an besonders aktive und verdienstvolle Betriebs- und Personalräte zählte, gehörte auch Manfred Pietruschinski aus Cottbus. "Ich bin seit über 50 Jahren Gewerkschaftsmitglied und finde, dass es wichtig ist, am 1. Mai auf die Straße zu gehen. Damit die Arbeitgeber merken, dass es die Arbeiter noch gibt. Denn es geht um die Rechte der Arbeiter", sagte der frühere Diplomingenieur und jetzige Rentner am Rande des Festes.

Bereits am Sonntag ist ein Autokorso mit sieben Fahrzeugen durch Cottbus getourt. Die Autos und zwei Wohnmobile mit auswärtigen Kennzeichen waren mit Botschaften beschrieben, die sich gegen die Nato, Aufrüstung und den Kapitalismus richten. Der Korso hielt kurz vor 17 Uhr auf dem gut besuchten Altmarkt, wo über Lautsprecher Botschaften schallten. Nach zehn Minuten ging's weiter zum BTU-Campus. Die Demonstration wurde von der Cottbuser Friedensbewegung unterstützt. Der Korso fährt durch ganz Deutschland.