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Cottbuser Linke protestiert gegen Nato-Truppenverlegung

Eberhard Richter und Matthias Loehr von den Linken legen Blumen am Cottbuser Ehrenmal im Puschkinpark nieder.
Eberhard Richter und Matthias Loehr von den Linken legen Blumen am Cottbuser Ehrenmal im Puschkinpark nieder. FOTO: P. Kompalla
Cottbus. Die Cottbuser Linke hat am Samstagvormittag gegen die Nato-Truppenverlegung nach Polen protestiert. Knapp 100 Menschen versammelten sich dafür am Ehrenmal im Puschkinpark, wo sie zudem der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gedachten. Peggy Kompalla/Rüdiger Hofmann

Knapp 100 Menschen versammelten sich am Samstagvormittag am Ehrenmal im Puschkinpark. Dabei hatten sie Banner mit der Aufschrift "Panzer schaffen keinen Frieden - nirgends" und "Nato-Panzer raus". Sie nutzten den Todestag der ermordeten Kommunisten Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, um für Frieden und Abrüstung zu demostrieren. Dabei protestierten sie gegen die derzeitige Verlegung von Nato-Truppen. Dafür rollen Panzer auf dem Weg nach Polen durch die Lausitz. In Cottbus ist am Freitag am Hauptbahnhof ein Zug mit mehreren aufgeladenen Panzern gesichtet worden, der sich auf der Fahrt nach Polen befand. Auch durch Guben fuhren bereits Züge mit Panzern. In Lehnin übernachteten unter der Woche zwei Militärkonvois. Hauptstation der US-Truppen soll letztlich Sagan in Westpolen werden.

Linken-Chef Matthias Loehr forderte ein Ende des "Säbelrasselns" und erklärte unter Applaus: "Wir wollen keinen neuen kalten Krieg. Wir alle waren froh, dass Panzer- und Truppentransporte der Vergangenheit angehören. Wir finden es nicht normal, dass nun wieder die Panzer rollen. Wir protestieren. Wir alle dürfen nicht schweigen, wenn erneut das Militärische die Oberhand gewinnt."