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Cottbuser lieben die Ostsee

Cottbus. Die Ostsee ist das beliebteste Reiseziel der Cottbuser. Das sagt Stephan Goldhahn, Geschäftsführer des Reiseclubs Cottbus. Ulrike Elsner

Für das vergangene Jahr kann der Unternehmer auf eine Umsatzsteigerung von 12,5 Prozent verweisen.

Und der Trend setzt sich fort. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind bereits 75 Prozent der angebotenen Reisen vergeben. Zu den Gründen sagt der Unternehmer, der über eine Flotte von 18 Fernreisebussen verfügt: "Einige Leute nehmen Abstand von Flugreisen - wegen Sicherheitsbedenken oder weil sie Streiks befürchten." Die Türkei falle als Reiseziel sogar ganz aus.

Besonders begehrte Ziele im Ausland sind hingegen Irland, Schottland, Island, Norwegen und die Schweiz - weil sich die Leute dort sicher fühlen. Gut angenommen werde außerdem Urlaub auf kleinen Kreuzfahrtschiffen. Die sind eine Alternative für all jene Leute, die den Massentourismus auf den großen Schiffen nicht mögen. Ausgebucht sind laut Stephan Goldhahn Südafrika und Island. "Für den Baikalsee gibt es noch einige wenige Plätze."

Für den Lokalmatador unter den Cottbuser Reiseunternehmern ist es eine Selbstverständlichkeit, bei der Reisemesse präsent zu sein. Dazu hat er gleich zwei seiner komfortablen Premiumbusse mitgebracht. Während der eine in der Messehalle besichtigt werden kann, ist der andere an allen drei Messetagen zu Stadtrundfahrten unterwegs, die von erfahrenen Stadtführern begleitet werden. "Da können auch Cottbuser noch Neues über ihre Heimatstadt erfahren", ist sich Stephan Goldhahn sicher.

Im April 1990 hat der Cottbuser, der bereits zu DDR-Zeiten als Reiseleiter tätig war, sein eigenes Unternehmen gegründet. Er sei nicht der erste gewesen, räumt Goldhahn ein. Aber, so wird es jedenfalls in Cottbus wahrgenommen, der auf Dauer Erfolgreichste.

Aus einer Urlaubsregion, die sich gerade in Ostdeutschland besonderer Beliebtheit erfreut, ist Wolfgang Hollaus zur Messe nach Cottbus gekommen. Der Inhaber des Hotels Wasserfall in Fusch am Großglockner im Salzburger Land hat eine 800 Kilometer lange Reise hinter sich. Und das nicht nur mit Prospekten und regionalen Produkten wie Schinken und Apfelstrudel, sondern mit einer echten Holzhütte im Gepäck.

"Wir haben viele Gäste aus Dresden, Leipzig, Chemnitz und auch aus Cottbus", sagt der Hotelier, der im Jahr etwa 20 Messen besucht.