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| 13:39 Uhr

Benefiz-Veranstaltung
Kunst  für die „Pusteblume“ versteigert

Auktionator Benjamin Hantschke und Moderatorin Franziska Kretzschmar waren ein perfektes Duo für das Gelingen der Veranstaltung.
Auktionator Benjamin Hantschke und Moderatorin Franziska Kretzschmar waren ein perfektes Duo für das Gelingen der Veranstaltung. FOTO: Marion Hirche
Cottbus. Knapp 4000 Euro kommen bei bei Auktion mit Werken von Cottbuser Künstlern für Burger Kinderhaus zusammen. Von Marion Hirche

Der Wirtschaftsraum, das frühere Cafe der Gaststätte Stadt Cottbus und jetziger Veranstaltungsraum des Gründungszentrum „Zukunft Lausitz“, erlebte am Samstagabend eine Premiere. In dem seit einem Monat eingerichteten gemütlichen Areal gab es erstmals eine Kunstauktion. Versteigert wurden 57 Werke Cottbuser Künstler zugunsten des Kinderhauses „Pusteblume“, das in Burg entsteht.

Moderatorin Franziska Kretzschmar stellte zum Anfang das Projekt „Pusteblume“ vor. Das Kinderhaus entsteht im Kurort Burg, soll Ende nächsten Jahres fertig sein. Projektleiter Roland Hauke erklärte, was diese Einrichtung sein wird: „Der Regionalverband Südbrandenburg des Landesverbandes Berlin/Brandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe  stellt sich als wirtschaftlich leistungsfähiger Verband den zentralen Herausforderungen in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region und darüber hinaus. Daher plant er die Errichtung eines Kinderhauses zur palliativen und intensiv-medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Burg.“ Es entstehe das erste Kinderkospiz Brandenburgs mit zwölf Plätzen und erstmalig in einer Einrichtung bundesweit gibt es dann auch eine ambulante Wohngruppe mit acht Plätzen, in der Eltern ihre schwerkranken Kinder für kurze Zeit unterbringen können. Hauke: „Wir bringen hier unsere ganze Erfahrung der Arbeit mit schwerkranken Kindern aus zehn Jahren ein.“

Bevor Auktionator Benjamin Hantschke motiviert und engagiert loslegte, brachte die Cottbuser Sängerin Kathrin Clara Jantke musikalisch ihre Gedanken zum Thema „Kinderhaus Pusteblume“ rüber: „Das Leben ist schön, manchmal aber auch unberechenbar.“ Ihre CD mit den beiden Liedern wurde am Ende ebenfalls für den guten Zweck verkauft.

Dann ging die Versteigerung los. Auch wenn einige Plätze im Raum leer blieben, entwickelte sich eine lebendige Auktion. Die Renner unter den 56 angebotenen Kunstwerken waren ein Bild ohne Titel des schon verstorbenen Cottbuser Malers Gerhard Lampa, das originalgrafische Buch von Hans Scheuerecker und Steve Sabor „Ambivalenzen Zwei“, die Skulptur „Die Wächterin“ von Chris Hinze, das Ölbild „Gold Ei“ von Elena Herzog, das Ölbild „Der Eisvogel“ von Günther Rechn, die Kaltnadelradierung „Paar“ von Hans-Georg Wagner und die Fotocollage „Schmied“ von Walter Schönenbröcher. „Mir geht es gut im Leben und deshalb war es mir ein großes Bedürfnis denen zu helfen, denen es nicht so gut geht“, betonte Projektbegleiterin Kathrin Clara Jantke. Ihr Lebensgefährte, Fotokünstler Walter Schönenbröcher half intensiv bei der Vorbereitung der Auktion, vor allem bei der Präsentation der Werke. Marcel Linge vom Gründungszentrum „Zukunft Lausitz“ steigerte mit: „Wir haben gern unseren Raum zur Verfügung gestellt und sind stolz, dass wir dieses wichtige Vorhaben unterstützen können.“ Zu den stolzen Besitzern eines neuen Kunstwerkes gehörte auch Uta Jacob aus Cottbus: „Ich finde es gut, dass ich so dieses Projekt unterstützen kann und auch etwas für mich getan habe.“ Insgesamt kamen bei der Auktion 3817 Euro zusammen. „Das hilft sehr viel, danke allen Helfern und Spendern. Aber wir brauchen noch weitere Hilfen“, meinte Anja Schwinghoff von der Johanniter Unfallhilfe.