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| 17:29 Uhr

Kultur in Cottbus
Cottbuser erreicht ein Millionenpublikum

 David Lehmann vor „Piano Nobile“ (2019). Das Bild wird in Chemnitz zu sehen sein.
David Lehmann vor „Piano Nobile“ (2019). Das Bild wird in Chemnitz zu sehen sein. FOTO: Privat
Cottbus. Maler David Lehmann stellt als einziger Brandenburger im Rahmen der bedeutenden Gemeinschafts-Ausstellung „Jetzt!“ in Bonn, Wiesbaden und Chemnitz aus. Der TV-Sender Arte hat ihn in seinem Atelier besucht. Von Andrea Hilscher

David Lehmann gehört zu den besten Nachwuchskünstlern Deutschlands, deshalb wurde er gebeten, bei dem Ausstellungsprojekt „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“ mitzuwirken. Der Filmemacher Horst Brandenburg wurde auf den Cottbuser aufmerksam und hat ihn für eine Arte-Produktion in seinem Atelier besucht. „Wir haben sechs Stunden lang sehr intensiv miteinander geredet“, sagt David Lehmann. Es habe ihm Spaß gemacht, mit dem Filmemacher über die Stadt und die Bedeutung der Kunst in dieser Region zu sprechen. „Zum Abschluss bin ich mit ihm ins Prima Wetter gegangen, weil ich auch mal einen Hot Spot von Cottbus vorstellen wollte, der zeigt, was es an Schönem und Positivem hier gibt.“

Der Autor hat aus der Begegnung einen sechsminütigen Dialog extrahiert, der am 15. September im Rahmen der Sendung Metropolis auf Arte TV gezeigt wird (16.55 Uhr). Metropolis wird in zehn Ländern übertragen, erreicht rund zehn Millionen Zuschauer. „In den arabischen Ländern werden meine Bilder wohl mit schwarzen Balken gezeigt“, erzählt Lehmann schmunzelnd. Viele seiner Darstellungen seien zu freizügig für den arabischen Raum.

Mit der Ausstellung „Jetzt“ unternehmen das Kunstmuseum Bonn, das Museum Wiesbaden, die Kunstsammlungen Chemnitz und die Deichtorhallen Hamburg den Versuch, den aktuellen Stand der Malerei zu bestimmen. Gezeigt werden rund 500 Werke von 53 Künstlerinnen. Eröffnung ist am 18. September.

Für Lehmann eine aufregende Zeit. Gedanklich aber muss er sich längst auf ein neues Projekt vorbereiten. In einem Kurs an der Cottbuser Volkshochschule will er sich ab Oktober mit den Teilnehmern auf eine ungewöhnliche Erkundungsreise der eigenen Physiognomie machen. Dazu will Lehmann klassische Quelltexte der Anatomie mit abstrakten Herangehensweisen kombinieren.