Doch manchmal reisen die Cottbuser Nachtigall-Krimis ihren Lesern auch hinterher.

So hat die Cottbuserin Franziska Steinhauer einen treuen Leser in der kasachischen Steppe. Dort lebt ein aus Cottbus stammender Leser mit seiner Familie, der sowohl von seinen Cottbuser Verwandten als auch einem Internet-Buchhändler regelmäßig mit den Nachtigall-Krimis versorgt wird. Die Cottbuser Autorin weiß auch von einer Familie, die ihre Nachtigall-Krimis in die Schweiz schickt. Dort lebe, so Franziska Steinhauer, eine Fan-Leserin, die über Cottbuser Freunde mit ihren Büchern in Kontakt kam. Auch nach Norwegen, Holland, Schweden und Dänemark reise Kriminalhauptkommissar Nachtigall regelmäßig Auswanderern hinterher und werde gern gelesen. Das erfahre sie des Öfteren bei ihren Lesungen. In Amerika existiere eine kleine Fangemeinde. In St. Clara bei San Francisco lebe ihr ältester Sohn mit seiner Familie, der sich die Bücher schicken oder von Besuchern aus Deutschland mitbringen lasse. Viele seiner Freunde würden sie auch direkt bestellen. Nun hoffe die amerikanische Fangemeinde auf eine englische Übersetzung, die man bei einem örtlichen Onlinehändler bestellen könne - weil das Bezahlen dann einfacher sei. Oder sie laden das Buch auf den Computer herunter.

Einmal habe sie der “echte„ Peter Nachtigal (mit einem L) angeschrieben. Dieser Leser wollte wissen, wie sie auf den Namen, “den er schon von Geburt an trage„, gekommen sei. Da habe Franziska Steinhauer ihm erzählt, dass sie für den großen Polizisten einen Tiernamen gesucht habe. Fuchs oder Wolf sei ihr zu plakativ gewesen. Schließlich habe sie sich für Nachtigall entschieden, weil diese jede Nacht vor ihrem Haus gesungen habe. Und Peter Nachtigall klinge doch gut.