Ein Jahr später ist Krenckel als Justizkommissarius in Cottbus, wird Magistratsdirigent und 1803 Bürgermeister von Cottbus, im Jahr 1805 Oberbürgermeister. Er erlebt die Durchzüge napoleonischer Truppen und den Anschluss 1807 an Sachsen. 1813, Cottbus ist zwischenzeitlich wieder preußisch, kommt Friedrich Ludwig Jahn nach Cottbus, sammelt 400 Freiwillige, darunter 33 Cottbuser und bildet sie als Kämpfer gegen Napoleon aus. Als Cottbus wieder vom napoleonschen Heer eingenommen wird, kommt es zur Erschießung von fünf geflohenen und eingefangenen westfälischen Reiter bei Sielow. Es herrscht Krieg, und Krenckel kann ihnen nicht helfen.

Im September 1813 wird Cottbus wieder und endgültig preußisch. Während der Friedenszeit kann sich die Stadt unter OB Krenckel positiv entwickeln. 1816 kommt James Cockerill nach Cottbus und richtet die erste mit Dampf betriebene Spinnerei auf dem Schlossberg ein. Nach zweijähriger Vorbereitungszeit wird 1820 das städtische Lyzeum zum Gymnasium erhoben, um Cottbuser Schülern einen direkten Zugang zu Universitäten zu ermöglichen. 1822 erfolgt die Einweihung der neu erbauten Elementarschule für die Vorstadtkinder in der Taubenstraße. 1824 erhält Cottbus ein Landgericht. Der bereits 1811 wegen Baufälligkeit zum Teil abgetragene Spremberger Turm wird 1825 wiederaufgebaut und mit der Zinnenkrone versehen. Um Kleinverdienern eine Möglichkeit zum Sparen zu bieten, wird 1829 die Städtische Sparkasse eingerichtet. Gesellschaftlicher Höhepunkt in der Amtszeit Krenckels ist die (historisch verfehlte) 900-Jahr-Feier der Stadt Cottbus 1830. Krenckel tritt zum Jahre 1831 in den Ruhestand, er stirbt am 13. Juni 1831 in Cottbus.