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Cottbuser Klosterkirchgemeinde bekommt neue Kantorin

Vetschau/Cottbus. Zwei Gefühle beschleichen die Vetschauer Kantorin Susanne Drogan. Mit ihrem Wechsel ab Mai von Vetschau zur Cottbuser Klosterkirchengemeinde beginne sie einerseits etwas Neues. H. Kuschy

Andererseits verlasse sie Vetschaus Kirche, die vor 20 Jahren ihr erster Arbeitsplatz war. "Der Wunsch, mal etwas anderes zu machen, schwelt so etwa zwei Jahre in mir", sagt die 42-Jährige. Nun habe sich die Gelegenheit ergeben. Anfangs habe sie auch mit Luckau geliebäugelt. Dann sei es doch Cottbus geworden. Für die Kantorenstelle in der Klosterkirchengemeinde musste sie sich gegen mehrere Bewerber durchsetzen.

"Meinen Chor und den Kinderchor würde ich am liebsten mitnehmen", gesteht sie. Da werde es noch Tränen geben. Immerhin hat sie mit mehr als 40 Erwachsenen und knapp 30 Kindern musiziert und gesungen.

Bis Familie Drogan in Cottbus eine Wohnung oder ein Häuschen gefunden hat, bleibt sie in Vetschau wohnen. Für den Mann, der in Cottbus arbeitet, und die zwei Söhne, die das Steenbeckgymnasium besuchen und in der Musikschule lernen, bedeutet das vorerst weiter und für die Kantorin ab Mai, jeden Tag nach Cottbus zu fahren. Der Jüngste (9) geht in Vetschau zur Schule.

"Cottbus hatte über Jahre keinen Kantor", weiß Susanne Drogan. Für sie bedeute dies viel Aufbauarbeit. So wolle sie gleich in der Anfangszeit die drei evangelischen Kindergärten aufsuchen.