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| 18:06 Uhr

Premiere im Konservatorium Cottbus
Tick und Tack im Alarmzustand

Mila Koch (Tack),  John Janzen (Prof. James Timeless) und Lara Hussock (Tick) bei den Endproben für das neue Musical.
Mila Koch (Tack), John Janzen (Prof. James Timeless) und Lara Hussock (Tick) bei den Endproben für das neue Musical. FOTO: Elsner / LR
Cottbus. „Paradoxa und die zerbrochene Zeit“ des Cottbuser Kindermusicals hat am 9. März Premiere. Von Ulrike Elsner

Tick und Tack, die Wächter der Zeit, begleiten das Publikum durch die aktuelle Produktion das Cottbuser Kindermusicals. „Paradoxa und die zerbrochene Zeit“ ist ein phantastisches Musical von Torsten Karow, dem Künstlerischen Leiter des Traditionsensembles, das im Cottbuser Konservatorium sein Domizil hat.

„Es ist eine komplette Neuschöpfung“, sagt der Künstlerische Leiter des Ensembles, der für Text und Musik verantwortlich zeichnet. Die Arrangements hat das bewährte Team Detlef Bielke, Siegbert Himpel und Lutz Jank beigesteuert. Nur ein einziger Song dürfte der Fangemeinde des Ensembles bekannt vorkommen. Alles andere ist komplett neu. Was dieses Stück von früheren Produktion unterscheidet? „Es ist ein etwas erwachseneres Musical“, verrät Karow. Mit seinen eingängigen Melodien, mitreißenden Choreografien und futuristischen Kostümen ist es für Kinder ab sechs Jahre sowie für die ganze Familie geeignet.

Tick und Tack kommen darin nicht zur Ruhe. Die Geschwister werden von Lara Hussock (13) und Mila Koch (14) gespielt. Beide sind im Alter von sechs Jahren zum Kindermusical gekommen, haben dort eine hervorragende Ausbildung erfahren und schon oft auf der Bühne gestanden. Jetzt spielen sie ihre erste Hauptrolle. Wie sich das anfühlt? „Ziemlich aufgeregt, aber auch stolz“, so beschreibt Mila Koch (Tack) ihre aktuelle Verfassung. „Das alles macht riesigen Spaß“, ergänzt Lara Hussock.

„Die beiden sind kindlich und niedlich“, sagt Lara. „Und sie knuddeln sich immerzu“, ist von Mila zu erfahren. Damit das beim Publikum überzeugend ankommt, haben die beiden seit Jahren regelmäßig Schauspielunterricht bekommen. Jetzt, so kurz vor der Premiere, wird besonders oft probiert. Nach Proben am Montag und Dienstag geht es an diesem Wochenende im Konservatorium weiter. In der kommenden Woche wird es noch intensiver, damit zur Premiere am Freitag wirklich alles klappt.

Insgesamt stehen im Musical „Paradoxa und die zerbrochene Zeit“ 32 Mädchen und Jungen im Alter von 13 bis 18 Jahre auf der Bühne. In der Hauptrolle des Professor James Timeless, einer echten Starrolle, wie Torsten Karow betont, ist Janik Oelsch zu erleben. In der Zweitbesetzung spielt John Janzen. Dieser Professor hat die ultimative Erfindung gemacht: einen Timebroker. Mit diesem Gerät kann die Zeit manipuliert werden. Sogar ein Nobelpreis winkt.

Als die bahnbrechende Erfindung, die in den falschen Händen der Menschheit zum Schaden gereichen kann, der Weltöffentlichkeit vorgestellt werden soll, kommt es zum Desaster und die Ereignisse überschlagen sich. Die Erfindung wird gestohlen. Tick und Tack sind alarmiert. Irgendwer manipuliert die Zeit, alles gerät durcheinander, Zukunft und Vergangenheit heben sich auf und ein fast göttliches Wesen, Paradoxa, erscheint. Ein fantastisches Abenteuer nimmt seinen Lauf.

„Die Proben laufen seit November“, berichtet Torsten Karow. Parallel dazu haben die Studioaufnahmen stattgefunden. Anfang Februar ist der letzte Song aufgenommen worden. Hinter Lara, Mila und dem gesamten Ensemble liegt eine anstrengende Zeit. Zu viel ist die Arbeit den beiden jungen Darstellerinnen aber nie geworden. „Ich komme gern ins Konservatorium. Das ist eine schöne Abwechslung“, gesteht Mila Koch. „Außerdem haben wir hier echt tolle Freunde gefunden“, sagt Lara Hussock.