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| 16:49 Uhr

Karneval
Herzbeben in der Stadthalle Cottbus

 Bei der Gala begeisterten die Kinder von der Interessengemeinschaft Cottbuser Karneval als Japaner.
Bei der Gala begeisterten die Kinder von der Interessengemeinschaft Cottbuser Karneval als Japaner. FOTO: Marion Hirche
Cottbus. Sechste Kinderkarnevalsgala „Heut’ steppt der Spatz“ mit 17 beteiligten Vereinen und 308 Kindern auf der Bühne. Von Marion Hirche

„Herzbeben“  klang als einer der letzen Titel  durch die Cottbuser Stadthalle. Die „Sternchen“ vom  Gaglower Carneval Verein tanzten zu diesem Helene-Fischer-Ohrwurm und entführten das Publikum in der gefüllten Stadthalle ins nächtliche Museum. Herzbeben stand aber auch symbolisch für die Stimmung am Sonntag in der großen Showhalle. „Es war ein tolles Programm, das unterstrichen hat, dass uns um den Nachwuchs im Karneval nicht bange sein muss. Ich finde es gut, dass es diese Chance hier für unsere Kinder und Jugendlichen gibt“, resümierte der Präsident des Karneval Verbandes Lausitz Matthias Schulze.

Herzbeben war auch bei den Kinderprinzenpaaren angesagt, die ihre Vereine vertraten. Vor allem natürlich bei Tristan I. und Sophia I., Prinz und Prinzessin vom Gastgeber  Kinderkarnevalsverein Cottbus (KiKaC). Sprachlich versiert begrüßten sie alle Gäste und zusammen mit den Spatzen und KiKaC-Präsident Günther Hiebel gaben sie den Startschuss für die bunte Show der Drei- bis 16-jährigen.

Mit dabei beim Startschuss die Ehrengäste: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Kulturministerin Martina Münch, die Cottbuser Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe und Walter Kassin, Präsident des Karneval Verbandes Berlin-Brandenburg.

Herzbeben gab es auch bei Marlon und Josy aus Forst. Die beiden sind das Kinderprinzenpaar vom Karnevalsverein Forst Sacro 1979. „Die Kerstin hat uns gefragt, ob wir das machen wollen. Mir macht das ganz viel Spaß“, meinte die Fünfjährige. Kerstin, das ist die Chefin der Forst-Sacroer, die auch mit dem Auftritt ihrer Kinderfunkengarde und mit dem Piratentanz der Minifunken in der Gala bewiesen haben, welche Priorität bei ihnen die Nachwuchsarbeit hat. Die beiden kleinen Majestäten hielten bei Salzstangen und roter Brause den ganzen langen Nachmittag durch. „Wir hatten zusammen mit den Kindern eine Schulung, sie haben gelernt, wann sie was machen müssen, die Kostüme wurden für sie geschneidert, der Text für ihre Rede gelernt“, war von den Müttern der kleinen Majestäten, Gesine Schmidt und Jacqueline Rosenberg zu erfahren.

Aus Forst kam auch das Kinderbüttquartett. Die anwesenden Omas verziehen den Vieren auch, dass sie feststellten: „Oma geht nicht an den Computer, sie hat Angst vor der Maus“. Leider war die Forster Kinderbütt die einzige in dem Programm der Gala. Auch der Gesang war rar, doch das Cottbuser Kindermusical half aus. Tänzerisch ist der Karnevalsnachwuchs dagegen bestens aufgestellt. Das bewiesen die vielen Gruppen eindrucksvoll. Mit Show- und Funkentänzen verwöhnten sie das Publikum in der Stadthalle. Mitglieder von Vereinen aus Cottbus, Drebkau, Schorbus, Bagenz, Neupetershain, Luckau, Gaglow, Sergen, Forst , Rangsdorf, Bad Muskau, Koßwig, Berlin, Kausche waren vertreten als Mäuse, Piraten, Geishas, Funken und Funkenmariechen, Pinguine, Sterneneroberer, Vogelscheuchen. Unter den Akteuren waren allerdings nur 13 Jungen, das könnte mehr werden. Die fast dreistündige Gala war nicht nur das richtige selbst organisierte Geburtstagsgeschenk für den KiKaC, den es nun seit elf Jahren gibt, sondern auch das gelungene Vorprogramm für die Karnevalsgala der Großen „Heut steppt der Adler“ am kommenden Sonnabend, dem 26. Januar.. „Es wird ein tolles Programm, sehr abwechslungsreich“, machte Matthias Schulze neugierig und ergänzte: „Nur Karten gibt es keine mehr, aber die Gala wird ja vom rbb-Fernsehen ausgestrahlt“.