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Cottbuser Kinder dürfen ihre Heimat gestalten

Die Gipswände zierten zahlreiche Fotos aus der Kinderkonferenz auf denen stolz die einzelnen Arbeitsfortschritte, aber auch die gemeinsamen Spaßmomente dokumentiert wurden.
Die Gipswände zierten zahlreiche Fotos aus der Kinderkonferenz auf denen stolz die einzelnen Arbeitsfortschritte, aber auch die gemeinsamen Spaßmomente dokumentiert wurden. FOTO: Jenny Theiler
Cottbus. Sie sind die Zukunft und dürfen dennoch selten mitreden, wenn die Erwachsenen große Entscheidungen treffen. Anlässlich des diesjährigen internationalen Kindertages nutzte auch die Stadt Cottbus die Gelegenheit, um auf Kinderrechte- und Bedürfnisse aufmerksam zu machen und die Kleinsten in der Gesellschaft gebührend zu feiern. the

Passend zum Anlass wurde gestern in der Spree Galerie eine Ausstellung zu den Ergebnissen der diesjährigen Kinderkonferenz eröffnet. Das Resultat aus langen Diskussionen, zahlreichen Workshops und konstruktiver Ideensammlung der abgeordneten Kinder wurde künstlerisch verarbeitet und sorgfältig in den Räumlichkeiten des ehemaligen Reformhauses aufgestellt, um es der Allgemeinheit zugänglich gemacht - eine Premiere in der Tradition der Kinder- und Jugendkonferenz Cottbus.

Seit nunmehr fünf Jahren wird die Konferenz der besonderen Art veranstaltet, um Kindern und Jugendlichen ihre Bedeutung für die Gesellschaft zu vermitteln und sie sogar in lokalpolitische Entscheidungsprozesse einzubinden. Die märkische Kita und Schule GmbH stellte sich im Jahr 2016 als Träger zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit der Stadt Cottbus, der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendbeauftragten Marianne Materna und Annett Bauer von der Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg, konnte die erste Ausstellung der Kinderkonferenz realisiert werden. Mit freundlicher Unterstützung stellte das Centermanagement der Spree Galerie den Raum eines leeren Ladengeschäftes zur Verfügung. "Es ist beachtlich, wie viele Netzwerke die Cottbuser in den letzten Jahren geschafft haben, um das Projekt Kinderkonferenz zu initiieren", lobt Annett Bauer die Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen.

Ziel der Ausstellung ist es, die Tradition der Kinder- und Jugendkonferenz in Cottbus zu erhalten und gleichzeitig darauf aufmerksam zu machen. Allein im vergangenen Jahr haben sich 120 Kinder aus verschiedensten Cottbuser Schulen für die Konferenz wählen lassen, um als "Kinderexperte" die Interessen der jüngsten Generation in der Stadt zu vertreten. Damit auch in Zukunft interessierte junge Cottbuser für das Projekt motiviert werden, wurden die jeweiligen Workshop-Themen der letzten Kinder-Konferenz auf insgesamt elf Tafeln dargestellt. Mit kurzen Texten, selbstgemalten Bildern und viel Liebe zum Detail wurde jeder einzelne Workshop-Schwerpunkt farbenfroh und vor allem kindgerecht verarbeitet. Momentan kann die bunte Ideensammlung noch in der Cottbuser Spree Galerie besichtigt werden. Allerdings soll der Ausstellungsort künftig gewechselt werden. Genaueres ist diesbezüglich noch nicht bekannt.