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Hilfe vor Gericht
Cottbuser Jugendamt wirbt um Jugendschöffen

Cottbus. Bis 31. März können sich Interessenten bewerben.

„Nur empfehlen“ kann André Kaun (Linke) die Tätigkeit als Jugendschöffe am Gericht, sagt er am Dienstagabend im Jugendhilfeausschuss. Zuvor hatte Jugendamtschef André Schneider angekündigt, dass Land- und Amtsgericht Cottbus für die Amtszeit 2019 bis 2023 neue Jugendschöffen suchen – ganze 90 an der Zahl. Gleich doppelt so viele muss der Jugendhilfeausschuss dem Amtsgericht in Form einer Vorschlagsliste vorlegen – bis Ende Mai. In der zweiten Jahreshälfte

Bewerbungen sind jetzt schon möglich – darauf weist Schneider hin und bittet in einem Atemzug die Ausschussmitglieder, ordentlich Werbung zu machen für das Amt.

Eine Reihe von Voraussetzungen muss der künftige Schöffe erfüllen – das geht aus den bereits verfügbaren Bewerbungsformularen auf der Internetseite der Stadt Cottbus hervor. So sollten Schöffen eine weitgehend reine Weste in Bezug auf das Vorstrafenregister haben, ausreichend Deutsch können und gesundheitlich einer mehrtägigen Gerichtsverhandlung gewachsen sein. Moralisch hängt noch mehr am Schöffenamt, insbesondere der Rechtssinn wird von der Stadt Cottbus auf den Seiten des Rechtsamts betont. Darüber hinaus müssen Bewerber am ersten Tag des nächsten Jahres zwischen 25 und 65 Jahre alt sein und in Cottbus wohnen.

Viel Zeit bleibt Interessenten nicht – zum 31. März muss eine Bewerbung im Cottbuser Jugendamt eingegangen sein. Auf der Internetseite www.cottbus.de/rechtsamt gibt es ausführliche Informationen rund um die Tätigkeit als Jugendschöffe sowie als Schöffe in Erwachsenenstrafsachen.