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| 02:33 Uhr

Cottbuser Holocaust-Überlebender stirbt in San Diego

Ein Bild aus dem Jahr 2015: Max Schindler kniet an den Stolpersteinen für seine Schwester und seine Eltern in Cottbus nieder. Hinter ihm stehen seine Frau Rose und seine Enkelin Moriah.
Ein Bild aus dem Jahr 2015: Max Schindler kniet an den Stolpersteinen für seine Schwester und seine Eltern in Cottbus nieder. Hinter ihm stehen seine Frau Rose und seine Enkelin Moriah. FOTO: Nicole Nocon
Cottbus/San Diego. Im kalifornischen San Diego ist am vergangenen Samstag der aus Cottbus stammende Holocaust-Überlebende Max Schindler gestorben. Er wurde am 18. Nicole Nocon

Juni 1929 als Sohn des jüdischen Kaufmanns Benjamin Schindler in Cottbus geboren. Im Oktober 1938 wurde die Familie verhaftet und nach Polen abgeschoben, wo sie zunächst bei Verwandten unterkam. Von 1942 an wurden Max Schindler, seine Eltern und beide Geschwister in verschiedenen Arbeits- und Konzentrationslagern inhaftiert. Nur Max und sein älterer Bruder Alfred überlebten den Holocaust. Mit einem Transport für jüdische Waisen kamen Max und Alfred Schindler zunächst nach Großbritannien. 1951 wanderten sie in die USA aus.

Zweimal ist Max Schindler in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Bei seinem letzten Besuch im Januar 2015 trug er sich ins Goldene Buch der Stadt Cottbus ein. In der Calauer Straße 65, dem ehemaligen Wohnsitz der Familie Schindler, erinnern drei "Stolpersteine" an die Eltern und die Schwester Max Schindlers.

Max Schindler starb am 14. Januar im Alter von 87 Jahren im Kreise seiner Familie. Er hinterlässt seine Frau Rose, eine Auschwitz-Überlebende, vier Kinder und neun Enkelkinder.