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| 15:50 Uhr

Cottbus
Cottbuser Geschichte von Cottbusern

Museumsmitarbeiterin Dagmar Pfeifer richtet die Objekte der aktuellen Sonderausstellung zum Melde-Korn in einer Vitrine ein.
Museumsmitarbeiterin Dagmar Pfeifer richtet die Objekte der aktuellen Sonderausstellung zum Melde-Korn in einer Vitrine ein.
Cottbus. Das Stadtmuseum setzt auf Kooperationen für Ausstellungsvielfalt. 2017 kamen fast 8500 Besucher. Von Peggy Kompalla

Mit der am Mittwoch eröffneten Sonderausstellung „270 Jahre Cottbuser Melde-Korn“ hat das Stadtmuseum den Nerv des Publikums getroffen. Museumschef Steffen Krestin erklärt erfreut: „Es war rappelvoll.“ Dabei steht die Schau  – die noch bis Mitte August zu sehen sein wird – exemplarisch für ein erfolgreiches Arbeitsmodell des Hauses. Zum einen sind die Cottbuser die Hauptzielgruppe der Einrichtung, und zum anderen wurde die Ausstellung federführend von Alexander Miller vom Historischen Heimatverein konzipiert und gestaltet. Das Begleitmaterial entstand in Zusammenarbeit mit dem Museum. Nur mithilfe solcher Kooperationen sei es dem kleinen Museumsteam möglich, die nötige Abwechslung zu bieten. Im vergangenen Jahr fanden laut Museumschef knapp 8500 Besucher den Weg in das Haus an der Bahnhofstraße. Zum Vergleich: Im Eröffnungsjahr zählte das Stadtmuseum rund 6000 Besucher.

„Nach der Neugier mit der Eröffnung 2016 haben wir die Besucherzahlen verstetigen können“, urteilt Steffen Krestin. Dafür habe das Team mit zehn Ausstellungen im Jahr 2017 einen großen Aufwand betrieben. „Das ist ein ziemlicher Kraftakt“, erklärt Krestin. „Aber es macht Spaß, wenn die Arbeit von den Besuchern angenommen wird.“

Für dieses Jahr hat das Stadtmuseum fünf weitere Ausstellungen im Plan: zum DDR-Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953, eine Fotoausstellung über Lipezk – in Kooperation mit dem Verein Rudek –, zu Cottbus im Ersten Weltkrieg, zur Weimarer Republik und zu Schenkungen an das Stadtmuseum.

Das Museumsteam blickt bereits in das Jahr 2019 und wagt dabei tatsächlich einen Blick voraus und nicht wie sonst üblich zurück. „Sportlich auf dem Weg zum Cottbuser Ostsee“ wird ein Schwerpunkt 2019 sein. Dafür konnte sich das Museum eine 100 000-Euro-Förderung über das Kulturlandprogramm sichern. Kulinarisch wird es außerdem mit 200 Jahre Cottbuser Baumkuchen. „Der Legende nach hat Maria Grosch im Jahr 1819 ihren ersten Baumkuchen gebacken.“

Ein bedeutender Teil der Arbeit ist der Museumspädagogik gewidmet. Im vergangenen Jahr betreute Robert Büschel 2810 Besucher. Der Großteil waren demnach Grundschüler. „Die Lehrer geben uns unterschiedlichste Themen in Auftrag“, erzählt er. Demnach hat er bereits 30 Angebote erarbeitet. „Der Schwerpunkte sind Geschichte und Naturkunde.“ 2017 nutzten 40 Schulen und Einrichtungen das pädagogische Angebot.