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| 13:03 Uhr

Schöne Schweinerei
Cottbuser Fund-Minischwein Olaf ist jetzt sechsfacher Papa

 Minischwein Elsa mit dem Nachwuchs, der erst am Mittwoch auf die Welt gekommen ist. Das Cottbuser Fund-Minischwein Olaf ist der Papa.
Minischwein Elsa mit dem Nachwuchs, der erst am Mittwoch auf die Welt gekommen ist. Das Cottbuser Fund-Minischwein Olaf ist der Papa. FOTO: Skibera
Cottbus. Viele können sich bestimmt noch erinnern: Ende Dezember hatte ein Anwohner in Cottbus ein herumirrendes Minischwein entdeckt und die Feuerwehr gerufen. Die hat das Mini-Ferkel eingefangen und ins Tierheim gebracht. Mittlerweile hat Olaf nicht nur ein neues Zuhause.

Am Donnerstagabend hatte das Tierheim tolle Neuigkeiten zu verkünden: Minischwein Olaf ist Papa geworden. Ganz frisch ist der Nachwuchs, der erst am Mittwoch auf die Welt gekommen ist. Sechs kleine Mini-Ferkel wuseln nun durch den Stall.

Rückblick: Olaf, wie das Minipig mittlerweile heißt, wurde am 27. Dezember entdeckt, wie es in der Cottbuser Hermann-Löns-Straße herrenlos herumlief und rief die Feuerwehr.

Zu siebt machten sich die Cottbuser Kameraden auf den Weg, um das Ferkelchen einzufangen. „Wir sind auf jeden Fall davon ausgegangen, dass sie ziemlich flitzen können. Deshalb haben wir mehrere Leute raus geschickt“, erklärte Lutz Freudenberg, Schichtleiter in der Leitstelle Cottbus, damals der RUNDSCHAU. Er hätte in seinen 18 Jahren Dienstzeit schon allerhand Kurioses erlebt, aber noch nie sei ein Schwein einzufangen gewesen.

 Minischwein Elsa mit dem Nachwuchs.
Minischwein Elsa mit dem Nachwuchs. FOTO: Skibera

Nachdem das Einfangen geglückt war, wurde das Minischwein ins Cottbuser Tierheim gebracht. Die dann folgende Suche nach dem Besitzer blieb aber erfolglos. Deshalb machte sich das Tierheim daran für „Schnitzel“, wie das Minischwein von den Pflegern genannt wurde, ein neues Zuhause zu finden. Daraufhin meldete sich Familie Skibera aus dem Fläming, die nach der Entscheidung „Schnitzel“ zu nehmen sofort losgezogen ist, um eine Minipig-Dame zu holen, denn, so wusste Mike Skibera: Mini-Schweine brauchen Gesellschaft.

Im Januar konnte „Schnitzel“ dann auf dem Märchenbauernhof vom Märchencamp Niedergörsdorf,auf dem Ferienlager für Kinder mit und ohne Behinderung angeboten werden, einziehen . Und passend zu Minipig-Dame Elsa wurde aus dem „Schnitzel“ ein Olaf – beide benannt nach dem amerikanischen Computer-Animationsfilm „Die Eiskönigin - völlig unverfroren“.

Und Elsa und Olaf fanden sich offenbar sehr sympathisch, denn die beiden haben nun Nachwuchs bekommen: sechs Mini-Minischweine. „Wir wussten nicht genau, wie alt Olaf ist und haben nicht ans Kastrieren gedacht“, sagt Mike Skibera. Und nun hätten sie die „Schweinerei“. Das Witzige: Beim Minischwein-Nachwuchs geht es farblich betrachtet vollkommen gleichberechtigt zu, drei haben so dunkles Fell wie der Mini-Papa und drei haben so helles Fell wie die Mama.

Die brauche jetzt erstmal ihre Ruhe und lasse niemanden an sich ran, sagt Mike Skibera. Auch Olaf wohne zeitweise erstmal im Nachbarstall. Ob der Nachwuchs auf dem Bauernhof bleibt oder abgegeben wird, das stehe im Moment noch nicht fest. Jetzt müssen die Mini-Minis erstmal wachsen und gedeihen. Sie sollten erst nach rund zwölf Wochen von der Mutter getrennt werden.

 Guckt ein bisschen traurig: Olaf wurde erstmal von Elsa und dem Nachwuchs getrennt.
Guckt ein bisschen traurig: Olaf wurde erstmal von Elsa und dem Nachwuchs getrennt. FOTO: Skibera