ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:35 Uhr

Reparatur kurz vor dem Abschluss
Enke-Brunnen soll im Juni sprudeln

Peter Kopf, Geschäftsführer der Firma Kopf Heizungs- und Klimatechnik GmbH (r.), und Bauleiter Thomas Koar zeigen hier die einzelnen Elemente des Enkebrunnens.
Peter Kopf, Geschäftsführer der Firma Kopf Heizungs- und Klimatechnik GmbH (r.), und Bauleiter Thomas Koar zeigen hier die einzelnen Elemente des Enkebrunnens. FOTO: Elsner / LR
Cottbus. Firmenchef Peter Kopf verspricht: Die grüne Winterabdeckung verschwindet.

Er ist unumstrittener Favorit bei Cottbuser Kindern und Fotografen: Der Enke-Brunnen auf dem Breitscheidplatz soll im Juni nach fast zweijähriger Pause wieder fließen. Darüber informiert Peter Kopf, Geschäftsführer der Kopf Heizungs- und Klimatechnik GmbH. Im August 2016 hatten Unbekannte einen Fisch aus der Verankerung gerissen und gestohlen.  „Wir mussten den Brunnen total auseinandernehmen und die Wasserzufuhr erneuern“, berichtet Peter Kopf. Der fehlende Fisch wurde in der Kunstgießerei Lauchhammer nachgegossen. Die notwendigen Steinmetzarbeiten hat die Anlauff Naturstein GmbH Elsterwerda übernommen.

Die Kosten liegen laut Peter Kopf im vierstelligen Euro-Bereich. Der Unmut über die Beschädigung sitzt bei dem Firmenchef noch immer tief. „Das war eine sinnlose Zerstörung“, so Kopf. Den Brunnen wieder herzustellen, habe länger als ein Jahr gedauert. Über sein Motiv sagt der Sponsor: „Ich fühle mich einfach verantwortlich dafür, dass der Brunnen weiter so schön sprudelt und das Stadtbild verschönert.“

Wenn im Juni die grüne Winterabdeckung verschwindet,  die Bronze-Fische wieder Wasser speien und über allem die grazile Nymphe aus der Werkstatt des Berliner Bildhauers Wilhelm Gerstel schwebt, gewinnt der Breitscheidplatz einen besonderen Anziehungspunkt  zurück. Vor allem Kinder hätten sich von den Fontänen immer wieder angezogen gefühlt, weiß Peter Kopf. „Ganze Gruppen haben dort häufig Halt gemacht.“

Für den Koordinator des Projekts Thomas Koar ist die Brunnenreparatur eine schöne Aufgabe aber auch eine Herausforderung. „Da muss man schon tüfteln, damit es funktioniert“, stellt der Bauleiter fest. Größter Wunsch aller an der Reparatur Beteiligten ist,  „dass der Brunnen in Ordnung bleibt“. Denn in der Vergangenheit waren bereits mehrere Reparaturen erforderlich. So musste bereits die Nymphe auf  sicherere Füße gestellt werden, auch hatte ein Pkw die Brunnenschale gerammt und dabei aus der Verankerung gerissen.

Saisonstart für die elf Brunnen der Stadt ist auch in diesem Jahr  der 1. Mai. Angestellt werden die Wasserspiele aber bereits am 28. April. Damit  Zeit bleibe zu schauen, ob alles funktioniert oder vielleicht Reparaturen nötig sind, heißt es im Grünflächenamt. Der Enke-Brunnen lässt da noch ein wenig auf sich warten, entschädigt  dafür aber ganz sicher mit seinem besonderen Charme.

(ue)