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Cottbuser Eisenmann mit einem Riesenakku

Ironman Triathlon. Er ist nicht nur ein exzellenter Ironman, er darf auch getrost Superman genannt werden: Marcel Heinig. Der Ausnahmeathlet scheint ein Kerl mit einem unerschöpflichen Konditionsakku zu sein. Hajo Schulze

Der BTU-Student kehrte jetzt aus dem mexikanischen Monterry von einem der verrücktesten Athletikwettbewerbe der Welt zurück. Der "Deca Ironman Triathlon Worldchallenge" hatte Premiere. An zehn Tagen hintereinander erfolgte täglich ein Triathlonwettbewerb: 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen. Also in Summe 38 km Schwimmen, 1800 km Rad fahren und 422 km Laufen. "Es war ein Riesewunsch von mir, an diesem Extremunternehmen teilzunehmen. Ich habe durchgehalten und nicht einmal schlecht", resümierte der Cottbuser "Eisenmann". Am zehnten und damit Finaltag beging Marcel Heinig seinen 25. Geburtstag. "Das schönste Geschenk, was ich mir vorstellen konnte, das Ziel nach diesen Strapazen bei 35 Grad und mehr Tagestemperaturen erreicht zu haben."
19 Teilnehmer aus elf Ländern waren im Lande der Asketen auf den glühend heißen Rundkursen dabei. Aus Deutschland neben Heinig noch ein Mann und eine Frau aus Köln und Frankfurt/Main. "Wenn von den 19 Startern nur neun noch am zehnten Tag den zehnten Triathlon bestreiten konnten, zeigt das von der Schwere dieses Ausdauerwettkampfes", resümierte Heinig. Er hat immerhin als Fünfter der Gesamtwertung die Konkurrenz beendet, gilt aber als Inhaber mehrerer Weltbestleistungen in seiner Altersklasse 20 - 29 Jahre. „Nicht nur die Hitze machte uns zu schaffen, ich trank beispielsweise 20 Liter Flüssigkeit während eines Wettkampfes.“ Auch die originellen Kurse riefen Sonderbelastungen hervor. Geschwommen wurde in 25-m-Bahnen. Heinigs Gesamtzeit für die zehn Triathlonwettbewerbe am Stück ohne Tagespause von 154:35 h können mit Sicherheit in die Chronik des Cottbuser Sports als eine der heraustragendsten Leistungen Eingang finden. Kaum verwunderlich, dass dieser Ausnahmeathlet immer wieder nach neuen Herausforderungen sucht. In seine Überlegungen für 2007 bezieht er eine Teilnahme am 24-Stunden-Schwimmen der DLRG ein. Heinig pflügt dann natürlich einen Tag rund um die Uhr allein durch das nasse Element. Was wieder eine neue Weltbestleistung wäre.