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Cottbuser drehen erste Runden

Selbst dicke Wolken und vereinzelte Regentropfen können die Stadtfestbesucher nicht vertreiben.
Selbst dicke Wolken und vereinzelte Regentropfen können die Stadtfestbesucher nicht vertreiben. FOTO: Peggy Kompalla
Cottbus. Freitagnachmittag schieben sich immer wieder dunkle Wolken vor die Sonne. Schaffen es ihre Strahlen dann doch auf die Erde, prickeln sie auf Armen und Gesichtern bis sie von der nächsten Brise weggeblasen werden. Peggy Kompalla

Zwischendrin gibt es ein paar Tropfen. Im Wetterbericht heißt das wechselhaft. Von den Cottbusern kann das nicht behauptet werden. Sie schalten auf Stadtfest-Modus. Schon am Nachmittag schlendern sie entspannt durch die Innenstadt - auf Stadtfest-Inspektion. So halten das Ilona und Eva Massalski. "Wir holen uns nur einen Vorgeschmack", erklärt Ilona Massalski und verrät: "Samstagnachmittag gehen wir in den Puschkinpark." Dafür haben sie das Programm studiert. "Es ist einfach schön, mal raus und unter Leute zu kommen."

Sherina Hartwig und Sina Starick sind extra mit dem Zug aus Forst angereist. Sie gucken ihren Freunden zu, wie sie auf dem "Beast" durchgeschüttelt werden. "Wir wollen Spaß haben", sagt Sherina mit einem Strahlen. "Die Attraktionen sind nicht schlecht." Sina schiebt hinterher: "Richtig nice." Mehr Lob aus Teenagermund geht kaum. Dafür hat Eberhard Heieck erst einmal kein Ohr. Der Stadtfestorganisator stapft im Puschkinpark auf und ab. Das Handy in der Hand. Gerade macht es kurz eine Pause. "Es ist schon ganz schön stressig", sagt er. Die stärkeren Sicherheitsvorkehrungen müssen sich erst einspielen. So kommt aufs Festgelände nur, wer eine Einfahrtsgenehmigung besitzt. An den Einfahrten stehen Betonsperren. Zudem sind alle Stände nummeriert. Heieck erklärt: "Das System ist mit der Feuerwehr abgestimmt." Sollte jemand Hilfe benötigen, ist auf diese Weise eine genaue Ortsangabe möglich. "Die Feuerwehr hat einen Lageplan mit Legende." Heieck bemerkt das verstärkte Interesse der Cottbuser in Sicherheitsfragen. "Die Leute sind bei dem Thema sensibler geworden und haben auch Verständnis für den größeren Aufwand", sagt der Chef zufrieden.

Für Christina Müller ist das Stadtfest ein Muss. "Es ist für jeden etwas dabei - von den Kleinkindern über Teenager bis hin zu den Junggebliebenen Alten", schwärmt sie. Natürlich hat sie schon einen festen Stadtfest-Plan. Sie wird jeden Tag vorbeikommen. Das dürften die Stadt-Agenten gern hören. Sie sind am Festwochenende im Auftrag des Oberbürgermeisterbüros unterwegs. Sie befragen die Gäste nach ihrer Zufriedenheit mit Programm und Angebot des Festes und Verbesserungsvorschlägen. Dazu verteilen sie anonyme Fragebögen. Ihr Quartier schlagen die Studierenden im Rathausfoyer am Neumarkt auf, wo sie auch ihre Arbeiten präsentieren.