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Cottbuser bezwingt den Marathonsieger

Justus Wegner mit dem Staffelstab.
Justus Wegner mit dem Staffelstab. FOTO: privat
Cottbus. Schneller sein als der Schnellste beim Berlin-Marathon. Dieses Ziel hat der Cottbuser Justus Wegner gemeinsam mit der Inforadio-Staffel beim jüngsten Lauf-Großereignis in der Hauptstadt erreicht. Sven Hering

42 Läufer absolvierten in der Staffel jeweils 1000 Meter und wollten mit ihrer Gesamtzeit besser sein als der Sieger des Berlin-Marathons. Am Ende schlugen sie den Kenianer Eliud Kipchoge, der eine Jahresweltbestzeit von 2:03:32 Stunden aufstellte, um 29 Sekunden.

Neben Justus Wegner (16) hatte sich auch sein Bruder Jakob für die Staffel qualifiziert. "Leider musste er dann erkrankt zu Hause bleiben", erzählt sein Vater Frank Wegner. Und auch Justus hatte vor dem Lauf zehn Tage krankheitsbedingt nicht trainieren können. "Er wurde aber in der Zeit davor von Trainer Dietmar Bittermann, vom SV Olympia Cottbus und seiner Familie gut vorbereitet", so sein Vater.

Die Staffel startete unter denkbar schlechten Vorzeichen: Regen, herbstliche Kühle, drei krankheitsbedingte Ausfälle und ein verzögerter Start der Staffel. Doch auch auf der Strecke gab es Probleme. Läufer Nummer fünf bekam bei 800 Metern einen Krampf und deshalb musste der folgende Starter einen Teil des vorherigen Kilometers zurücklaufen, den Staffelstab holen und dann weiter laufen.

Justus Wegner lief seinen 18. Kilometer gleichmäßig die Gneisenaustraße runter und übergab dann den Staffelstab an einen jungen Läufer der LG Nord Berlin, der von Kilometer 19 zu Kilometer 20 lief und danach, wegen des dritten Ausfalls im Vorfeld des Staffelrennens, mit der U-Bahn zu Kilometer 39 fuhr und dann von dort noch einen Kilometer absolvierte.

Am Ende lief die Schlussläuferin die Staffel in 2:03,03 Stunden nach Hause - sechs Sekunden am Marathonweltrekord vorbei, aber die Wette gewonnen, da der Beste des Marathons um 29 Sekunden unterboten wurde

Frank Wegner: "Das Staffelrennen zeigte eine tolle Teamleistung und unterstrich die unglaubliche Leistung der Spitzenläufer eines Marathons, die jeden Kilometer unter drei Minuten laufen - und zwar 42 Kilometer lang."