Zu solchen Nachrichten gehörte in dieser Woche die Auskunft des Kulturamtes, dass zumindest im kommenden Jahr keine Cottbuser Einrichtung von größeren Einschnitten oder gar Schließung bedroht ist. Die städtischen Zuschüsse bleiben stabil und liegen bei etwa zwölf Millionen Euro. Ein schöner Batzen Geld, auch wenn sich mehrere Kultur-Häuser in den vergangenen Jahren bis dorthin heruntersparen mussten. Dabei sind die Einnahmen für die Einrichtungen ebenfalls als stabil veranschlagt worden. Es soll also keine außerplanmäßigen Preiserhöhungen geben. Das Problem sei vielmehr die zurückgehende Nutzerzahl. Hier gilt ein Wort der Oberbürgermeisterin, kürzlich in anderem Zusammenhang geäußert: „Alle, die die Cottbuser Straßenbahn lieben, sollten mit ihr fahren. Dann hätten wir weniger Sorgen.“ Alle wissen, dass nach 2006 sicher schwerere Jahre kommen. Was liegt näher, als die Cottbuser Schätze in Branitz, im Tierpark, im Spreeauenpark, der 80-jährigen Bibliothek, den Museen, auf Bühnen oder in Galerien am Wochenende zu erkunden?
Zu solch guten Nachrichten gehört - nach langem Anlauf - sicher auch die Entwicklung in der Spremberger Vorstadt (Seite 15). Der Stadtteil ist sicher nicht auf den geplanten Abriss an der Dresdener Straße oder in der Görlitzer Straße zu reduzieren. „Zukunft im Stadtteil“ , der Name ist (Förder)-Programm.
Und noch eine gute Nachricht: Auf der Tagesordnung des Bauausschusses für den kommenden Mittwoch steht die Präsentation des „Blechen-Carrès“ . Der Investor, die Gepro Bau GmbH, ist damit immerhin schon einen großen Schritt weiter als ihr Vorgänger. Das sei hier mal beiläufig erwähnt, auch wenn die große Debatte in diesem Fall sicher noch nach der Vorstellung folgen wird.