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Cottbuser Aufbruch ruft Bürger auf, Gesicht zu zeigen

Cottbus. Die Cottbuser Rathausspitze lehnt jedweden politischen Extremismus ab und verurteilt Straftaten, die daraus entstehen, scharf. Darauf hat Rathaussprecher Jan Gloßmann gestern im Vorfeld der Versammlung "Nix drin für Nazis und Rechtspopulisten" verwiesen. Ulrike Elsner

Der Cottbuser Aufbruch hat, unterstützt von Cottbus Nazifrei, die Bürger aufgerufen, sich möglichst zahlreich an der Versammlung zu beteiligen, die am Dienstag, 19. September, ab 19 Uhr vor der Stadthalle stattfindet.

Am gleichen Tag will sich der rechtspopulistische Verein "Zukunft Heimat" vor der Oberkirche sammeln, um anschließend mit rechten Parolen durch die Innenstadt zu ziehen. Dem stelle sich der Cottbuser Aufbruch mit seiner Versammlung entgegen, sagte Lothar Judith, Sprecher des Aktionsbündnisses. "Insbesondere sollten wir ihnen den Zahn ziehen, sie allein seien das Volk", sagte er.

Ebenfalls für kommenden Dienstag ruft Cottbus Nazifrei zu einer Fahrraddemo unter dem Motto "Freiheit Vielfalt Solidarität" auf. "Wir starten 18 Uhr vor dem Staatstheater", informierte Martin Wenzel von Cottbus Nazifrei. Auf dem Weg zur Oberkirche wollen die Radler gegen 19 Uhr einen Zwischenstopp an der Stadthalle einlegen, um die Veranstaltung des Cottbuser Aufbruchs zu unterstützen. Für dessen Sprecher geht es an diesem Abend nach eigenen Worten vor allem darum, Gesicht zu zeigen.